Montag, 1. September 2008

Uni und Orchester

Heute früh haben sich etwa 20 Studenten im Gebäude der "Molekylärbiologi", Hörsaal "Minor Groove" eingefunden, um den Molekulargenetik-Kurs zu beginnen. Wir waren ca. 20 Leute, davon 1/3 Schweden und 5 Deutsche und haben erstmal einen riesigen Stapel Material für den Kurs bekommen. Na gut, wenn man das zweiseitig kopiert hätte, wär´s nicht so viel gewesen, aber trotzdem ausreichend. Also alle Anleitungen für die 6 Experimente und 3 Übungen, die Sicherheitsbelehrungen fürs Labor, den Kursplan, irgendwelche Paper...ich weiß auch noch nicht so genau. In Deutschland hätte man sich das unter Garantie selbst ausdrucken müssen. Der Kurs selbst war heute noch relativ viel Wiederholung und nach dem Mittagsessen, wo ich grade hätte aufpassen müssen, fiel´s mir sehr, sehr schwer, die Augen offen zu halten. Aber schon heute ist mir einiges klarer geworden, was ich früher zwar schonmal gehört hatte, worüber ich aber nicht weiter nachgedacht habe (es ging z.B. um Komplementationsanalysen zur Charakterisierung von Mutationen). Habe mich auch gleich sehr gut mit einer Iranerin, einer anderen Deutschen und einer Schwedin verstanden. Und ich stehe Gruppnarbeit ja immer recht kritisch gegenüber, aber die Problem Solving Class heute war sehr effizient. Wir haben 4 Aufgaben zum Vorlesungsstoff bekommen (also Anwendungen) und konnten dann eben auch zusammen überlegen, wie man die am besten löst.
Und natürlich ging es nicht bis 17:00...um drei waren wir draußen:-)

Abends war ich dann noch beim Orchester. Wir spielen Lars-Erik Larsson - das ist ein schwedischer Komponist, der wohl jetzt irgendwann ein Jubiläum feiert, sodass ihm unser ganzes Herbstkonzert gewidmet ist. "Förklädd Gud" fand ich ja noch richtig schön, aber die Konzertouvertüre und das Violinkonzert waren ziemlich eigenartig. Muss ich mich noch reinhören. Die Leute da sind sehr nett, die (mentale) Grundstimmung ist gut, aber ich verstehe außer den Zahlen NICHTS. Es könnte auch taiwanesisch sein...örrrgh, deprimierend. Heute waren wir 7 Bratschen, aber wenn alle da sind, sollen es wohl 14 sein! Und ich habe neben einem gesessen, der seit 3 Jahre hier ist und vorher in Plauen gewohnt hat:-)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Judith, wie die Kurse so geplant sind, das klingt fast so wie in Lund, obwohl ich ja eher Ökologiekurse gemacht habe. In Deutschland fand ich Gruppenarbeit auch doof, weil meistens einer gearbeitet hat und dem Rest war es egal. In meinen Kursen in Schweden hat das aber auch immer richtig gut geklappt. Das mit dem Pultnachbarn aus Plauen ist ja witzig. Aber Sachsen trifft man glaube ich überall. Ich hatte in Lund eine Kartenspielrunde mit 3 Sachsen. Dann noch viel Erfolg beim schwedisch lernen. Das wird schon.
Viele Grüße, Anne-Gret