Donnerstag, 25. September 2008

Hallo zusammen!

Dieser Eintrag ist etwas besonderes. Nein, nicht weil er von großartiger Sprache geprägt ist, sondern weil nicht Judith ihn verfasst hat =) Heute darf ich, Steffi, mich einmal ans Werk machen.
Ich bin nun seit Samstagmorgen in Umeå und ich muss sagen: es ist sooooo schön!
Umeå ist eine hübsche Stadt umgeben von wunderschöner Natur. Und genau diese zeigt sich zur Zeit in absoluter Schönheit. Die Farbenpracht ist unglaublich. Klar, man erfreut sich in jedem Herbst an dem Wechsel der Farben, aber ich bin mir sicher, so schön ist es bei uns in Deutschland nicht. Ich kann mich gar nicht daran satt sehen.
Leider habe ich bisher in der Uni noch kein Schwedisch gelernt, sodass ich beim Hören und Lesen auf ähnliche klingende Wörter angewiesen bin, um mir die Inhalte zu erschließen. Das geht manchmal ganz gut, manchmal gar nicht. Gestern zum Beispiel haben Judith und ich einen Gottesdienst einer kleinen Kirche ganz in der Nähe besucht. Natürlich wurde dieser in schwedischer Sprache abgehalten. Eine sehr interessante Erfahrung für mich. Der Begrüßung konnte ich noch gut folgen, die ersten Lieder waren auch ok, aber die Predigt... da ging gar nichts. Aber es war deswegen keinesfalls langweilig. Ich finde die Sprachmelodie ist so toll hier und es wirkte auf mich schön beruhigend, fast meditativ. Ich konnte so richtig abschalten =) Ok, das ist nicht Sinn einer Predigt, aber war eine gute Nutzung der Umstände. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es eine Chorprobe, in der ich etwas "Sprachtraining" nehmen konnte. Es mag sicherlich fürs Lernen gut sein, dass Schwedisch dem Deutschen so ähnlich ist. Nur leider sprechen die Schweden nicht wie wir alles so aus wie es da steht. Das u ist fast immer ein ü und ein a kann so ziemlich alles zwischen dem deutsche a und einem o sein... Schwierig. Aber das Singen hat Spaß gemacht und der Chorleiter fetzt. Danach gab es noch eine kleine Andacht und gemütliches Zusammensein mit den Leuten, die noch da waren. Man, die sind ja alle so lieb! Hach, dorthin würde ich wirklich gern öfters gehen.
Heute abend gab es eine neue Möglichkeit für mich mehr Schwedisch aufzuschnappen. Cecilia, eine Schwedin, und eine Judith aus Würzburg, die hier auch ein Jahr studiert, waren zum Essen eingeladen. Die zwei sind mit Judith im Tandemprogramm und das war heute das erste richtige Treffen. Zu diesem Anlass gab es selbstgemacht Spätzle. Es war toll den dreien beim Schwedisch-Reden zuzuhören, denn in dem etwas langsameren Tempo bekomme ich zumindest mit worum es geht. Manchmal sogar noch etwas mehr. Außerdem sind die 2 Mädels sehr nett, sodass es ein schöner Abend wurde.
So, ich werde mich jetzt auch recht schnell in meinem Schlafsack einmummeln. Nachdem ich heute die zweite größere Fahrradtour mit Judiths tollem Rennrad unternommen habe, gibt es wieder eine ganze Menge Eindrücke zu verarbeiten. Es ist aber auch schön hier!
Kann nur jedem, der mit dem Gedanken spielt Judith einmal hier im Hohen Norden zu besuchen, empfehlen es auch zu tun. Es lohnt sich!

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