Freitag, 5. September 2008

Uni...Party...Labor...

In der Uni geht es jetzt sehr gemütlich zu. Hab ich doch geahnt, dass es nicht so schlimm wird, wie´s auf dem Plan scheint. Gestern hatten wir diese Computerübung, wo wir eine DNA-Sequenz analysieren sollten...also wofür die codiert, das Protein und seine Lokalisation herausfinden und so Zeugs. Nach 2 Stunden waren wir fertig. Ja, was fängt man mit einem freien Nachmittag an? Nee, nix mit schwedischen Seen, Blaubeeren und Radtour...irgendwie musste ich mich ja mal in die Katakomben des Wohnviertels begeben, dorthin, wo 6 Waschmaschinen, 4 Trockner, eine Schleuder, eine Mangel und ein Bügelbrett stehen...und da musste ich die schwedische Bedienungsanleitung verstehen. Naja, ging schon, hat nur lang gedauert.

Abends war zunächst ein Treffen wegen des Programms für die Buddy Groups, bei dem nicht viel Neues gesagt wurde. Und danach war noch Party. Also ich versuch das ja echt zu verstehen, will mich ja nicht gleich von Anfang an ausgrenzen...aber was bitte bringt 200 Leute dazu, sich auf engsten Raum zu quetschen, sich bei lauter Musik anzuschreien und doch nicht zu verstehen und sich dann mehr oder weniger rhythmisch zu diesen "Geräuschen" zu bewegen? Ups, ich hab das Saufen und die stickige Luft vergessen...und die vielen Leute, die einen anrempeln...und die zerbrochenen Flaschen und Gläser auf dem Boden...oh Mann, und am Samstag ist schon wieder Party. Und das Ganze soll dem Kennenlernen dienen, ja ja...

OK, heute war dann 1. Labortag, was im Prinzip hieß Bakterienkultur verdünnen, 4h auf deren Wachstum warten, Bakterien ausplattieren. Und dann wär ich ja wirklich gerne noch zu einem See gefahren, aber es hat mal wieder so stark geregnet, dass ich den Plan leider verwerfen musste. In der Uni. Allerdings nicht dort, wo ich momentan zu Gange bin. Ganz so schön ist es da nicht, aber man kann ich nicht beschweren. Was hier total cool ist: nahezu alle Gebäude sind durch komplett verglaste Brücken miteinander verbunden, sodass man bei Schnee & Matsch nicht erst nach draußen laufen muss. Vom Institur für Molekularbiologie kann man hingegen unterirdisch ins "Norrlandssjukhus", das Universitätsklinikum gelangen. Und das ist dann auch wieder unterirdisch mit dem Hauptcampus verbunden. Haben wir heute alles ausprobiert;-)


Diese eigenartige Skulptur scheint DAS Erkennungszeichen der Universitet Umeå zu sein. Ist auf nahezu jeder Postkarte zu sehen, die die Uni darstellt. Naja, weiß nicht, ob man sie als "schön" bezeichnen sollte, aber ich werde mich an den Anblick gewöhnen...und wie man sieht, war heute wirklich tolles Wetter!

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