Dienstag, 16. Juni 2009

Till slut...

Nun scheint es mir an der Zeit, dem 10-monatigen Blogmarathon einen würdigen Abschluss zu verleihen.

Wenn ich so darüber nachdenke, was ich nach dem knappen Jahr Schweden kann, nun…

- problemlos Schwedisch lesen, halbwegs Schwedisch verstehen & sprechen, einigermaßen auch Norwegisch und Dänisch lesen
- Feuer machen
- was zum Thema HAMLET, Anionenaustauschchromatographie, Tht-/Bis-ANS-/CD-Messungen erzählen
- Kanelbullar, Morrotskaka, Kladdkaka, Havreflarn, Lussekatter und andere Leckereien backen
- mich immer noch nicht mit der hoch gelobten Party- und Trinkkultur anfreunden
- so was Ähnliches wie wissenschaftliche Artikel in einem erträglichen Englisch verfassen
- das schwedische Vaterunser aufsagen
- Couchsurfen
- ein paar schwedische Volkstänze tanzen
- mich von kalten Temperaturen und meterweise Schnee nicht mehr beeindrucken lassen
- im Schnee Fahrrad fahren und seltsame Ausbeulungen an noch viel seltsameren Rennradreifen notdürftig reparieren
- die Künstlerbetreuung auf Festivals übernehmen
- routiniert in Nachtzügen schlafen
…

Allein diese Auflistung zeigt, dass sich das Austauschstudentendasein total gelohnt hat. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Schweden super ist. Die Landschaft (gerade da oben im Norden) ist unglaublich, die Menschen sind entspannter, freundlicher, aber auch etwas zugeknöpfter – worin ich ihnen ja nicht nachstehe;-) Also wenn es irgendwann mal wieder um einen längeren Auslandsaufenthalt gehen sollte, sage ich zu Schweden garantiert nicht nein.
Die Uni hat mich ganz gut auf Trab gehalten, aber es war nicht total stressig und insgesamt ohne großen Aufwand erfolgreich zu bewältigen. Ich glaube, das deutsche System ist effizienter und das obwohl wir diese schönen langen Semesterferien haben, hihi. Und ich bin mir ganz sicher, dass das deutsche Diplom im Vergleich zum schwedischen Master richtig viel wert ist. Die Kurse sind allerdings sehr gut organisiert und die jeweiligen Leiter kümmern sich vorbildlich um ihre Studenten. Die Qualität der Vorlesungen ist wirklich hoch, aber ich hätte in solchen 10-Wochen-Block-Kursen noch mehr Tiefe erwartet.
Umeå…ist eine baulich eher hässliche Stadt, die man trotzdem unglaublich lieb gewinnt. Dieser Ort hat irgendetwas ganz Spezielles. Wie auch immer, ich könnte dort nicht auf Dauer leben, weil das kulturelle Angebot doch recht beschränkt ist. Es ist beachtlich, was so weit im Norden auf die Beine gestellt werden kann – ich denke v.a. an die Festivals – aber mir würde das nicht reichen. Und das Orchester ist leider auch eher eine vor sich hindümpelnde Zweckgemeinschaft. Es war schön, dass ich mitspielen konnte, aber es war überhaupt nicht vergleichbar mit der AOV in Jena. Umso toller war es, dass ich die Möglichkeit hatte, mit David in der Kirche zu spielen. So einen netten Haus- und Hofpianisten kann ich hier wahrscheinlich lange suchen...
Nicht zuletzt ist die lange Dunkelheit im Winter sehr belastend, während die hellen Nächte im Sommer zwar wunderbar sind (und mich als professionellen Mittagsschläfer nicht am Schlafen hindern), aber doch irgendwie unnötiger Schnickschnack.

Unglaublich, wie schnell dieses Jahr vergangen ist! An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an alle meine Leser, Kommentatoren und Besucher – ohne euch hätte das hier nicht so regelmäßig geklappt!

Da es der deutsche Staat in den letzten 10 Monaten sehr gut mit mir gemeint hat (oder ich viel zu sparsam gelebt habe), fliege ich nächsten Monat zusammen mit Birte für reichliche 4 Wochen nach China, wo wir mit dem Rucksack durch die Gegend reisen werden. Blogeinträge wird es von dort nicht geben, aber über Rundmails lässt sich reden. Wer diese bekommen will, sollte mir das möglichst bis Mitte Juli mitteilen! Und über den Unialltag (oder besser gesagt die hässlichen Diplomprüfungen), der mich ab September in Jena erwartet, denke ich momentan einfach noch nicht nach.

Es bleibt spannend :-)

Samstag, 13. Juni 2009

Tillbaka i Tyskland.

Es ist vorbei.
Letztenlich doch mit großem Koffer, großem Rucksack, kleinem Rucksack und Bratsche bepackt, habe ich am Donnerstagabend meinen Zimmerschlüssel beim Housing Office eingeworfen und mich zwischen den Regenschauern zum Bahnhof begeben. In der Nacht habe ich super geschlafen (draußen sah´s die ganze Zeit so trist aus, dass ich mich nicht durch Fotografieren ablenken lassen konnte) und mir ging´s prima, als ich 45 Minuten später als geplant in Stockholm ankam. Ähh...Signalfehler nördlich von Gävle oder sowas, ich hab ja geschlafen. Ich wurde auf den nächsten Zug umgebucht, der nicht nur bis Malmö, sondern gleich bis Kopenhagen fuhr. Also hab ich den Schaffner gefragt, ob ich die Teilstrecke bei ihm dazukaufen kann - theoretisch ja, für 330 SEK (etwa 30€ wo man sonst 10 bezahlt) - nein danke, dann doch nicht. Ein paar Stunden später kam er nochmal vorbei und meinte, dass ich gratis mitfahren kann. Warum auch immer, ich fand´s super:-)
In Kopenhagen hat´s geregnet wie verrückt und es war unmöglich, auch nur einen Fuß vor das Bahnhofsgebäude zu setzen. Ich hatte 5 Stunden Zeit und es war extrem langweilig, obwohl ich mich mal eine Weile mit einer Philippinerin unterhalten habe, die Regenwettermode der Dänen analysierte und ein gutes Buch dabei hatte.
Im nächsten Nachtzug habe ich mich sehr nett mit einem Nigerianer unterhalten, der seit 8 Jahren in Spanien lebt. Zwei flächendeckend Unterarm-tätowierte Dänen sind zugestiegen, haben nur Dänisch gesprochen und ihre Bierdosen ausgepackt. Der eine zog immer wieder die Nase hoch und hatte einen hässlichen Husten. In Flensburg kam ein Deutscher dazu, der sehr nett war, leider aber sein Englisch so offensichtlich überschätze, dass ich immer wieder ein bisschen schmunzeln musste. Die Dänen stiegen glücklicherweise in Rendsburg aus. Aber dann kamen die verhängnisvollen Mitpassagiere - eine dreiköpfige Invasion aus Osteuropa, vermutlich Russland. Der Nigerianer hat in einem anderen Sechserabteil seinen richtigen Platz gefunden und wollte unbedingt meine Handynummer haben (jetzt hat er die schwedische, hehe). Unter den Zugestiegenen hat die russische Matrone mit den Körpermaßen eines Würfels den Ton angegeben und dafür gesorgt, dass schnellstens die Nachtruhe einbrach. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich schon 2 meiner 5 Mitpassagiere für immer in den Bistrowagen verkrümelt. Also nur noch die 3 Russen und ich. Ein einziges Schnarchkonzert. Mitten in der Nacht wacht der Würfel auf und muss was essen - raschel, raschel, schmatz, schmatz, raschel, raschel und immer wieder Blicke auf "meinen" Fußablageplatz, der sich neben ihr befand. Ich war wach und hab das unauffällig beobachtet, wollte den zusätzlichen Platz um keinen Preis aufgeben. Bis es so unbequem wurde, dass ich den Vorsatz ganz vergaß. Keine Minute verging und meine besondere Freundin hatte sich über beide Plätze ausgebreitet. Uuiii, was für ein Anblick - bei jeder kleinen Unregelmäßigkeit schwabbelten die überschüssigen Pfunde nur so mit, ein einziger Wackelpudding! Also Augen zu. Als ich irgendwann tatsächlich mal schlief, riss sie den Vorhang auf, klopfte mir aufs Knie und meinte, wir wären in Nürnberg. Ich warf einen Blick auf die Uhr (es war 5:15) und antwortete verpeilt, dass das Fulda ist - Dann ist Nürnberg nicht mehr weit, nur noch 10 Minuten! - In Anbetracht der Tatsache, dass der Zug 6:45 in Nürnberg ankommen soll, ist es schon noch weit! Oh Mann, was für eine Nacht. Hat meine Toleranz gegenüber osteuropäischen Mitbürgern nicht gerade gefördert (die anderen beiden waren etwas unauffälliger, aber hatten auch ihre Macken).

Dann ging alles gut. Noch ein kleines Schläfchen im Franken-Sachsen-Express, ein schönes Wiedersehen mit meinen Eltern und wunderbare Erdbeertorte auf dem sonnigen Balkon. Schön ist es zu Hause, da gibt es nicht viel mehr zu schreiben!

Donnerstag, 11. Juni 2009

Startklar

Jetzt bin ich mit Packen & Putzen fertig und in 4 Stunden geht mein Zug. Erstaunlicherweise habe ich weniger Gepäck als im August, aber wenn man bedenkt, wie viele meiner Klamotten ich entsorgt habe und wie viel meine letzten beiden Gäste schon mitgenommen haben, ist es vielleicht doch nicht so erstaunlich. Der Rucksack passt jedenfalls mit in den Koffer!
Heute Nacht fahre ich runter nach Stockholm, wo ich morgen früh in den Zug nach Malmö steige. Dort habe ich 7 Stunden Zeit, um mir ein bisschen was anzuschauen und nach Kopenhagen zu fahren. Dumm nur, dass Dauerregen vorhergesagt ist. Und dann geht´s wieder mit dem Nachtzug von Kopenhagen nach Nürnberg, von wo es nur noch 2 Stunden nach Plauen sind. Geplante Ankunft also Samstagvormittag. Na mal sehen...ich kann nicht behaupten, dass ich mich auf diese Reise freue. Könnten wir die nächsten 40 Stunden einfach mal überspringen?

Dienstag, 9. Juni 2009

"Hej då"

Eigentlich habe ich von mir selbst immer behauptet, dass ich nicht sehr viele Leute in Umeå kenne, weil ich ja strikter Partyverweigerer bin, nicht im Schwedisch-Kurs war, auch nicht im hochgelobten und schweineteuren Sportzentrum und noch dazu nicht im montäglichen Volkstanzkurs beim Studentenpfarrer. Aber irgendwie habe ich mich in den letzten Tagen ständig von irgendwelchen Leuten verabschiedet.
Am Sonntag war ich nochmal kurz bei meiner letzten Laborpartnerin Mariell, die gerade mit ihrem Umzug beschäftigt war. Nachmittags war Sanaz , eine Iranerin aus meinem ersten Kurs zur Fika bei mir. Gestern habe ich Daniela zum letzten Mal gesehen. Heute früh war ich nochmal im Lab und habe meine sortierten und aufbereiteten Daten (sowie ein paar selbst gebackene Kekse) bei Kristina abgegeben. Weiter ging es mit David, der Notenpult und Gesangbuch zurück bekam. Wir haben zum Abschluss noch ein bisschen Schubert und Kalliwoda gespielt und uns dann zur Fika in den sonnigen Innenhof des Kirchgebäudes begeben. Auf dem Weg dorthin habe ich mich von den Pfarrerinnen Lisa und Susanne verabschiedet, dann kamen da noch Pfarrer Walther, der mich wieder mit seinem Deutsch belegt hat und Evelina, die ich aus unserem kleinen Chor kenne. Und eben war Christina zur Fika da - die Doktorandin, die auch in Jena Biochemie studiert hat und hier im Orchester Klarinette spielt. Morgen gibt es noch ein letztes Treffen mit Judith & Cicci aus dem Sprachtandem (selbstverständlich Grillen am Nydalasee).
Das ist schon nicht einfach. Wäre schön, wenn man ein paar Leute einfach mitnehmen könnte.

Montag, 8. Juni 2009

Nochmal Vindeln

Vindeln, das war der Ort mit den Stromschnellen, die ich am 8. März in ziemlich vereistem Zustand schon einmal betrachtet habe. Da ich sie gerne nochmal "in Grün" sehen wollte, haben Daniela und ich heute einen letzten kleinen Ausflug unternommen. Sehr schön war es da, wenn auch ganz schön kalt. Unglaublich, dass ich am 8. Juni mit Winterjacke herumlaufe und unser obligatorisches Grillfeuer praktisch keinen Wärmeeffekt hat. Trotzdem bleibt die Landschaft beeindruckend, wie mal wieder auf den Fotos zu sehen ist!

Vindeln im Sommer

Sonntag, 7. Juni 2009

Semesterende

So, das Protokoll zur Projektarbeit ist geschrieben und der Vortrag vor der Arbeitsgruppe ist gehalten. Es lief ziemlich gut. Insgesamt war die Projektarbeit der beste Kurs hier in Schweden. Bei praktischer Arbeit bleibt halt doch viel mehr hängen als beim theoretischen Auswendig-Lernen. Ich bin jetzt ziemlich sicher, was Ionenaustauschchromatografie, Dialyse, ein paar Fluoreszenzmessungen, Circulardichroismus, native PAGE und die fortgeschrittene Bedienung von Excel betrifft. Und wider Erwarten fand ich die Arbeit mit diesen Methoden so interessant, dass ich "Molekulare Biotechnologie" in Jena sogar mit einer gewissen Überzeugung als mein Wahlpflichtfach auserküre (bis jetzt hatte ich das nur vor, weil es der Weg des geringsten Widerstands ist und am besten in meinen Zeitplan passt). Ich habe mich auch sehr gut mit meiner "direkten Vorgesetzten" Kristina verstanden und hoffe, dass wir Kontakt halten können.

Nachdem ich seit Anfang Mai ständig unterwegs war und zu tun hatte, kam es mir gestern erstmal total eigenartig vor, dass ich ein komplett unverplantes Wochenende vor mir hatte. Ursprünglich hatte ich überlegt, auf eine längere Wandertour zu gehen, aber bei der Kälte nachts (und am Tag) bin ich schnell wieder von der Idee abgekommen. Und was macht man, wenn es nix anderes zu tun gibt? Klar doch, Grillen am Nydalasee:-) Und zwar ganz lange bei schönstem Tageslicht und alles Mögliche von Köttbullar über Käse bis Banane. Das Bild habe ich auf dem Heimweg gemacht - 23:15 Uhr.

Heute war auch nix los. Vormittags bin ich irgendwie in einen Rentnergottesdienst geraten, dann war ich kurz bei Mariell und habe ihr ein Buch zurückgegeben und dann war Sanaz (eine Iranerin aus meinem ersten Kurs) zur Fika da.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Jahreszeitliche Fotoserie

Mit lieben Grüßen an Steffi;-)





Hier die Daten dazu, von oben links nach unten rechts:
24. August, 20. September, 2. November,
30. Dezember, 28. Februar, 7. März,
9. März, 30. April, 31. Mai

Mittwoch, 3. Juni 2009

Endspurt

So, der letzte Besuch wurde zusammen mit 3 Büchern, Uniunterlagen und einigen anderen Kleinigkeiten nach Hause geschickt und nun bin ich tatsächlich nur noch eine Woche hier. Am Freitag schließe ich meine Projektarbeit ab und eigentlich hatte ich mit dem Schreiben meines Protokolls auch schon genug zu tun. Meine Arbeitsgruppenleiterin hat sich während der letzten beiden Monate kein bisschen für meine Ergebnisse interessiert und ich bin davon ausgegangen, dass ich Ende der Woche das Protokoll abgeben und mich verabschieden kann. Warum bitte kommt die Frau gerade jetzt auf die Idee, ich sollte noch einen Vortrag halten??? So 3 Tage vor Schluss? Super, wirklich super. Ich habe versucht ihr einzureden, dass das Protokoll sehr ausführlich und daher vollkommen ausreichend ist, aber das hat auch nix geholfen. Naja, in die Präsentation werde ich dann mit Sicherheit auch nur die Bilder aus dem Protokoll einfügen...trotzdem mehr Arbeit.
Ansonsten habe ich alle offiziellen Unterschriften nach bestem Wissen und Gewissen eingeholt; das ist hier alles halb so wild und schnell erledigt. Am Wochenende, wo ich endlich richtig frei habe, ist mit Regen und Temperaturen zwischen 4 und 8°C zu rechnen...hmpf. Aber ab Montag soll´s wieder erträglich werden.

Und hier kommen die Fotos von unserem kleinen Grill-Ausflug gestern:

Grössjön i Juni

Dienstag, 2. Juni 2009

Schweden ist auch eine Sucht...

Hej allihopa!
Heute ein Gastbeitrag von mir (Miriam). Ich habe ja die letzten 5 Tage hier bei Judith verbracht. Für Freitag bis Samstag hat sie ja schon alles Wichtige geschrieben, also mache ich mal bei Montag weiter.

Gestern war Judith fleißig in der Uni, während ich den halben Tag durch die Stadt gelaufen bin. Das Zentrum ist ja recht übersichtlich, deswegen bin ich eine etwas größere Runde gelaufen. Leider haben mir hinterher in erster Linie die Füße weh getan, ohne dass ich irgendetwas spektakulär Neues gesehen hätte. Aber ich kam ja auch durch ein paar Wohngebiete von Umeå, und finde, dass man hier sicher sehr gut leben kann. Wobei man dazu sagen muss, dass ich die Stadt ja bei bestem Sommerwetter besuche. Die Vorstellung, dass hier ¾ des Jahres alles weiß und kalt ist, blende ich natürlich bewusst aus ;)

Abends waren wir dann im Kino. Ich hatte just das Buch "Män som hatar Kvinnor" (Männer, die Frauen hassen, dt. Titel "Verblendung") von Stig Larsson zuende gelesen, und genau das kommt jetzt hier in Schweden im Kino. Da es sich um eine schwedische Produktion handelt natürlich auch richtig auf schwedisch :)
Also haben wir uns das angesehen. Ich fand den Film klasse (und Judith, glaube ich, auch). Ziemlich spannend, allerdings fand ich die Altersbeschränkung von 15 bei einigen Szenen etwas niedrig angesetzt^^. Vielleicht kommt der Film ja auch in die deutschen Kinos. In dem Fall kann ich ihn wirklich empfehlen.

Heute war ich, während Judith wieder geschuftet hat, im "Gamlia", dem Freilichtmuseum hier in Umeå. Leider war da noch nicht viel los (keine Tiere da, die Häuser geschlossen). Also habe ich mir ersatzweise das Västerbotten-Museum angesehen, was ich recht interessant fand. Ausgestellt waren vor allem Gegenstände und Hintergründe zum Leben der Samen in der Region.

Am späten Nachmittag sind wir dann zu zweit in den Nationalpark Grössjön aufgebrochen. Judith kannte den ja schon recht gut, ich hingegen noch gar nicht. Ich fand es atemberaubend schön. Fotos wird Judith mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch hochladen :)
Wir haben es uns dort an einem Grillplatz gemütlich gemacht und uns Köttbullar, Pilze, Folienkartoffeln, Mais und Stockbrot schmecken lassen.

Es war heute schon merklich kälter als die Tage zuvor, aber immernoch angenehm. Irgendwie fies, dass ich Judith jetzt mit dem angekündigten schlechten Wetter alleine lasse. Und schade, dass ich morgen schon wieder heim muss. Und ich muss morgen um spätestens halb 5 raus. Einziger Trost: die Sonne steht dann schon am Himmel und wartet auf mich :)

Ja, soviel von mir. Ich habs hier sehr genossen, das Land, die Leute, die Sprache, die Natur. Vielen lieben Dank an Judith, dass sie mir das hier überhaupt ermöglicht hat! :)

Meine Sucht nach Schweden ist also vorerst wieder ein bisschen gestillt, und ich kann mich ab übermorgen wieder dem drögen Alltag an der Uni widmen...