Mittwoch, 11. Februar 2009

Gammelstads Kyrkstad nära Luleå

Und auch am Montagmorgen haben wir es sehr zeitig aus den Betten geschafft und den Rückweg angetreten. Dazu muss ich mal bemerken, dass wir sehr froh waren, dass unser Auto auch ohne die hier üblichen Motorheizungen immer schön brav angesprungen ist. Wir hatten dann nur mit dem Eis zu kämpfen, dass sich nach den ersten drei Atemzügen auf den Innenseiten der Fensterscheiben gebildet hat. Unser Atem hat sogar dazu geführt, dass es im Auto geschneit hat, wir haben die kleinen Flöckchen auf dem Armaturenbrett ganz deutlich gesehen! Und den Blick aus der Rückscheibe konnte man eh vergessen, da die immer total vereist war.
Auf dem Weg haben wir wieder ein paar Rentiere gesehen, die da so mitten auf der Straße umstanden. Geschneit hat es auch ordentlich, aber trotz all dieser Umstände haben wir es bis nach Luleå geschafft- besser gesagt bis "Nederluleå", also den Stadtkern, der existierte, bis man ihn irgendwann im 17. Jhd. wegen der Hebung des Skandinavischen Schildes ins jetzige Luleå verlagern musste. In Nederluleå befindet sich ein UNESCO Weltkulturerbe, nämlich "Gammelstads Kyrkstad". Um es kurz auszudrücken: eine für nordschwedische Verhältnisse sehr große und schöne (Stein-)Kirche mit über 400 kleinen roten Häuschen drumherum. In dieser Form ist das wohl nirgendwo anders noch so erhalten. Die Häuschen dienten als Unterkunft für Menschen, die einen "etwas weiteren" Anreiseweg hatten - so konnten auch sie sonntags in den Gottesdienst gehen, hatten eine Unterkunft für Markttage usw.

Gammelstads Kyrkstad, Luleå

Ja, und damit beende ich meine Berichte über das letzte verlängerte Wochenende. Auf der weiteren Heimfahrt gab es nicht mehr viel zu erleben und in Umeå lag auch ganz schön viel Schnee - ich möchte mal schätzen, dass das jetzt 1 m ist und sehr lustig ist es, wenn man total eingeschneite Fahrräder sieht. Die Räder sind fast komplett weg, man müsste die Dinger praktisch ausgraben.
Die Orchesterprobe am Montag hab ich mal ausfallen lassen und heute hab ich im Gottesdienst mal wieder einen typisch-schwedisch-Moment erlebt: David saß nur mit Socken am Flügel und hat dort die Kirchemusik gemacht, während ein anderer Schwede ziemlich direkt vorm Altar seine Gummistiefel ausgezogen hatte, wo sie dann auch sehr dekorativ rumlagen;-)

2 Kommentare:

Steffi hat gesagt…

Die Kirche sieht ja total schön aus. Und *hach* der viele, viele tolle Schnee...

Anonym hat gesagt…

aha... eine Predigt geht also nicht länger als 4 Sanduhrlängen=)

lg,
Sunny