Dienstag, 10. Februar 2009

Ishotell i Jukkasjärvi

Von Kiruna aus haben wir uns am Samstagmorgen auf den Weg nach Jukkasjärvi gemacht, wo jedes Jahr das Eishotel aufgebaut wird. Dabei wird das Eis aus dem nahe gelegenen "Torne River" verwendet, welcher anscheinend gerade die perfekte Fließgeschwindigkeit hat, um besonders gleichmäßiges Eis zu leifern. Das Eis ist so toll, dass es sogar exportiert wird, z.B. an Outdoorgeschäfte zum Testen von Winterbekleidung oder auch mal für eine Modenschau (und die Pariser haben das Eis dann wieder nach Schweden zurückgeschickt, weil man ja nicht wissen kann, was da noch so drinne ist...den Giftmüll kann man wirklich nicht in der Seine entsorgen). Nun ja, wir waren zum Glück schon früh um 10 dort und haben uns einer schwedischen Führung angschlossen - angesichts der Menschenmassen, die uns bei der englischen Führung 2 Stunden später überrollten, war das eine sehr gute Entscheidung. So haben wir zuerst einen kurzen Einblick bekommen und hatten dann noch ganz viel Zeit, uns alles in Ruhe anzusehen. Und da gibt es wirklich viel zu sehen: neben der Kirche, der Icebar und der großen Halle mit den 4 Kronleuchtern (betrieben natürlich mit wärmelosen LEDs) gibt es viele "art suites" zu bestaunen. Das sind individuell gestaltete Hotelzimmer zu den verschiedensten Themen. Es war total beeindruckend, wie viele Ideen hier umgesetzt wurden und in jedem Zimmer hat man eine neue Überraschung erlebt. Ich kann mal wieder nur auf die Fotos verweisen. Und auch das ist natürlich nur eine Auswahl...

Eishotel in Jukkasjärvi

Eine solche Suite kostet für eine Nacht etwa 500€, während man die Übernachtung im "8-Betten-Schlafsaal" schon für ca. 100€ bekommen kann;-)
Was ich niemals gedacht hätte: es wird gar nicht das Eis dieses Winters verarbeitet, sondern das von letztem Jahr. Die lagern das tatsächlich über den Sommer, sodass dann schon bald mit dem Wiederaufbau angefangen werden kann. Und für die Icebar werden jedes Jahr eine Million Gläser produziert! Im Hotel war es übrigens deutlich wärmer als draußen, allerdings verbreiten die Rentierhäute einen sehr unangenehmen muffigen Geruch. Falls man sich wirklich entschließt, dort zu schlafen, bekommt man anscheinend superwarme Thermo-Schlafsäcke. Wir waren aber ganz froh, dass wir die Nacht in einem normalen Bett verbringen konnten:-)

Später sind wir noch nach Kiruna reingefahren und haben uns die Kirche angeschaut. Lustig, das alles jetzt mitten im Schnee zu sehen. Sonst gab es dort nicht viel mehr zu unternehmen (v.a. nicht bei den Temperaturen) und wir haben uns recht schnell wieder in unsere Unterkunft verkrümelt. Lisa und ich sind dann abends nochmal nach Jukkasjärvi gefahren, wo es in der Kirche eine Art Andacht gab. Allein schon wegen der Sängerin hat sich das total gelohnt.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wow, die Bilder vom Eishotel sind toll! Wunderschönes Form- und Farbenspiel, wobei mich der 8er Schlafsaal eher an eine Krypta erinnert hat.
Bei der Eisbar finde ich den dezenten Hinweis auf Absolut amüsant, aber wahrscheinlich würde man alle anderen Getränke am Stiel serviert bekommen.
Interessant, dass die Pariser das Eis zurück geschickt haben. Invasive Spezies haben es so zwar schwer, aber ein bisschen frisches Wasser in der Seine dürfte sicherlich nicht schaden.
Nach IPCC sollte man sich wohl überlegen, das Eishotel in naher Zukunft zu besuchen...

LG
L

Anonym hat gesagt…

Uiiiiiiii, wie coooooool*g*

Steffi hat gesagt…

Wahnsinn, die Bilder sind echt total "cool". Und wie unglaublich kreativ die Erbauer waren. Das sind ja so tolle Ideen...