Montag, 16. Februar 2009

Häh?

Mir ist da was mächtig gewaltig unklar.

Ich war heute wieder mit Lisa auf dem Nydalasee, zum Skifahren. Es war auch sehr schön; die Bewegungen habe ich unterdessen recht gut drauf und der Muskelkater von gestern ist weg. Dann kamen wir aber zu einer Stelle, die schon sehr komisch aussah - so, als ob da mal ein Loch gewesen wäre, bestimmt 1 m im Durchmesser...oder zumindst so, als ob da mal was angetaut ist). Wir haben beschlossen, diese eigenartige Stelle seitlich zu umgehen. Dabei sind wir eingesunken! Uns wurde echt anders zumute und bei Lisa wurde es auch noch mit jedem Schritt tiefer. Wir haben uns dann möglichst schnell dorthin begeben, wo wir hergekommen waren; die Skier waren von dem Wasser-Schnee-Matsch total vereist! Dann haben wir uns echt gesputet, von diesem komischen See herunter zu kommen. Nee, also das war mir ein bisschen zu spannend.

Ich kann mir überhaupt nicht erklären, wie das sein kann. Wir haben hier praktisch seit Mitte November Temperaturen unter 0°C (es war höchstens mal drei Tage lang etwas wärmer). Seit ca. 10 Tagen ist es auch selten wärmer als -10°C und heute war mit -18°C am Morgen auch ein besonders kalter Tag. Sonnig ist es zurzeit auch - wenn es mittags auf mein Thermometer knallt, geht der Zeiger auch mal bis auf 10°C hoch.
Der Nydalasee hat einen Umfang von 9 km; etwa 0,5 km breit und 4 km lang. Auf dem Eis liegen im Schnitt 30 cm Schnee. Auch an den Stellen, wo wir eingesunken sind, war der Schnee so pulvrig wie überall. Eisfischen und evtl. auch -baden ist hier nicht unüblich, was zumindest dieses schon wieder zugefrorene "Loch" erklären würde. Allerdings war das Loch mitten auf der Loipe und drumherum waren auch keine Fußspuren. Und Eisfisch-Löcher sehen eigentlich ganz anders aus. Und wenn man darauf achtet, sieht man über den ganzen See verteilt immer wieder Fußspuren und Abdrücke von Skistöcken, die sich in den Matsch gebohrt haben, der dann wieder gefroren ist.

Ich bin gespannt auf eure Erklärungen und eins steht fest: Ich gehe nicht mehr auf diesen See!

6 Kommentare:

Steffi hat gesagt…

ui, dass ist ja schon fast gruselig... bloß gut, dass euch nichts weiter passiert ist.

Anonym hat gesagt…

Ich denke es ist eine gute Wahl den See ersteinmal zu meiden.
Gab es Stellen die ähnlich aussahen?
Erklärungsansätze gäbe es wahrscheinlich viele, angefangen bei Sabotage, über Linseneffekte bis hin zur Landung von Ausserirdischen (die durch einen dummen Zufall bei den Größenberechnungen nicht aufgepasst haben und so von einem Ren gefressen wurden).
Für die rein logische Betrachtung wären allerdings Beschattungsgrad, Albedo, Eisdicke, natürliche Zuflüsse (samt Status)etc. interessant.
Für die rein logische Konsequenz wäre es allerdings klug sich an den gerade gefassten Entschluß zu halten un den See zu meiden...;)

LG
L

Anonym hat gesagt…

Jep, da waren noch andere Stellen, aber eben nicht so große "Löcher". Das war übrigens mitten auf dem See, sodass Zuflüsse dort keine Rolle spielen dürften. Schon sonnenexponiert, Eisdicke müsste aufgrund der Temperaturverhältnisse eigentlich einiges zu bieten haben und die Albedo von Neuschnee ist irgendwo bei 0,9...das kann´s ja wohl nicht sein.
Hm,dann wohl wirklich die Außerirdischen...

Anonym hat gesagt…

Jipieee, ich wusste das wir ihnen irgendwann auf die Schliche kommen!
Eiskreise klingt auch viel cooler...

Wie wäre es mit Störungen im Kristallgitter die durch die Druckbelastung der zahlreichen Wintersportler "aktiviert" wurden.
Oder einer zu hohen punktuellen Belastung am Vortag (vllt. durch eine Grupper Betrunkener mit Grill), oder...ich glaub ich brauch erst einmal ein paar Marzipankartoffeln zum Denken...

L

Judith Hauptmann hat gesagt…

Naja, Grill in Schweden sicher nicht, aber vllt ein Lagerfeuer auf dem See? Dann müssen die Verantworlichen aber beiderseits des Feuers auf Skiern in der Loipe gestanden haben und das stelle ich mir nicht sooo bequem vor. Und praktisch unmöglich wird es, wenn diese Menschen (oder Außerirdischen, oder Rentiere) auch noch einen signifikanten Alkoholspiegel aufzuweisen hatten!

Anonym hat gesagt…

Über den Link aus dem Blog einer Bostononer Plauernerin lese ich ab und an auch mal gerne, wie das Leben einer Germanin in höchsten Norden ist.

Für den Matsch auf dem See habe ich folgenden Erklärungsvorschlag:
Endweder eintspringt in der Nähe des Matschloches im See eine Solequelle, deren Salzkonzentration an Schnee und Eis herumnagt oder - in einem Vulkangebiet - eine Thermalquelle bzw. so eine Art untersseeischer Geysir. Es kann natürlich auch eine thermale Solequelle sein ;-)

Liebe Grüsse aus Plauen

Stephan