Freitag, 31. Oktober 2008

Den första snön

Reichlich spät vermelde ich nun auch erste Schneefälle in Nordschweden!
Ich hätte ja erwartet, dass das schon Anfang Oktober passiert und v.a. dass wir hier eher Schnee haben als ihr da unten, aber es gibt Schlimmeres;-)
Ich versuche zu lernen. Leider schlafe ich immer ein. Und möglicherweise hätte ich doch ein bisschen eher anfangen sollen...?
Nun ja, eben habe ich eine Pause gemacht und mit einer Taiwanesin gekocht. Wir kennen uns aus der Buddy Group und da ich dort so lange nicht mehr aufgetaucht bin, haben wir (nach langem Hin und Her meinerseits) einen extra Termin vereinbart. Das resultierte dann in Käsespätzle und gebratenem Reis.
Und jetzt muss ich wohl weitermachen... wenigstens ist das eine Ausrede, mit der ich den Halloween-Partys entfliehen kann.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Sinfoniekonzert

Heute abend war ich zusammen mit Lisa in der Norrlandsopera und habe mir das Sinfoniekonzert angehört. Schumanns Manfred-Ouvertüre, Brahms Doppelkonzert und die Uraufführung einer Sinfonie von Nelson. Schumann war nett, Brahms war toll und Nelson war teilweise auch ganz schön. Hach, diese Solisten im Brahms waren echt gut, speziell der Geiger. Der Cellist hat auch gut gespielt, dazwischen aber immer viel zu laut geschnauft:-(
Ansonsten haben Lisa und ich unsere Studien getrieben und wichtige Erkenntnisse über die schwedische Theaterlandschaft gewonnen. Ich bin der Meinung, dass sie hier noch ein bisschen an ihrem Auftreten feilen müssen. Die Musiker kommen zu Beginn des Konzertes nicht gemeinsam herein, sondern sind einfach schon da. Und mit der Kleiderordnung haben sie es auch nicht so, speziell die Herren der Schöpfung. Nix mit Frack, keine Fliege... einfach nur Anzüge in verschiedenen Schwarztönen, alle möglichen und unmöglichen Schuhe und ein wunderschön sichtbares Beispiel schwarzgrauer Feinripp-Strümpfe am 1. Pult der 2. Geigen. Ja, ich weiß ja, dass das nicht wichtig ist, solange sie spielen können - aber es fällt halt auf. Und in der Pause wird nicht etwa Sekt geschlürft, nein, da gibt es die unvermeidliche "fika" in Form von Muffins und Kaffee.

So, heute hab ich es tatsächlich geschafft und war bei unter 0°C eineinhalb Stunden rennen! Das kompensiere ich jetzt mit den Goldbären meiner Oma;-)
Und nach erfolgreichen Überzeugungsmaßnahmen mütterlicherseits werde ich nun am 19.12. nach Deutschland kommen und für eine Woche in Plauen sein!
Ist schon klar, dass ich nebenher heute nicht sooo viel lernen konnte...örgh.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Grössjön zum Dritten

Trotz der sehr niedrigen Temperaturen haben wir uns heute wieder in das Naturreservat gewagt. Ja, genau dorthin, wo es so schlammig ist - heute war dafür natürlich sehr gutes Wetter, weil der Schlamm zumindest ein bisschen eingefroren war und wir erst gegen Ende nasse Füße bekommen haben. Und das sieht alles sooo schön aus, wenn der Rauhreif in der Sonne glitzert! Es gibt immer noch tiefgefrorene Blaubeeren, ich habe sogarernsthaft überlegt, ob ich dort an so einer "Spezialstelle" nochmal welche pflücken soll. Aber eigentlich muss ich ja lernen. Mit dem Feuer hat es diesmal eine Weile gedauert, aber letztendlich hatten wir doch was brennen und haben Würstchen und Marshmallows verspeist. Kurz nach dem Mittagessen, also etwa um 2, dachten wir dann schon, dass wir uns ein bisschen sputen müssen, um noch bei Helligkeit heimzukommen. Die Zeitumstellung am Wochenende hat wirklich so richtig reingehauen.





Heute war ich wieder zum Chor - es sind immer noch nicht mehr als 6 Personen, aber David (der Kantor) ist total nett und gibt sich echt viel Mühe. Hihi, langsam fängt er an, Englisch zu reden, damit Lisa und ich auch was verstehen... allerdings sagt er immer das auf Englisch, was wir unerdessen auch schon auf Schwedisch mitbekommen;-)
Wir haben heute gelernt, was ein Dreiklang ist *g*
Außerdem wurde ich gefragt, ob ich am 23.11. wieder im Gottesdienst spielen könnte. Nicht dass ich großen Wert drauf legen würde, gerade am Totensonntag für die musikalische Gestaltung zu sorgen... aber irgendwas wird sich schon finden. Hat jemand Vorschläge, was man mir Bratsche & Orgel machen könnte? Ich hab ja nicht alle Noten mit hierher genommen...

Dienstag, 28. Oktober 2008

Eine freie Woche

Am Sonntag wurde die ganze Aktion "Jazz Festival" mit einem sehr tollen Pizza-Buffett abgeschlossen. Danach haben noch 2 Bands gepielt, die ganz okay waren. Ohrstöpsel wären aber aufgrund der Lautstärke in dem kleinen Raum sehr ratsam gewesen. Die Hauptperson der 2. Band hat Posaune und Cello gespielt, beides richtig gut. Wenn dazu nicht dieser undefinierbare Rap-"Gesang" gewesen wär, hätte ich es toll gefunden;-) Wenigstens hab ich jetzt mal miterlebt, wie jemand auf der Bühne eine neue Saite aufzieht.

Mit Uni ist jetzt nicht mehr viel los hier. Ab morgen haben wir regelrecht frei, um uns auf unsere Klausur am nächsten Dienstag vorzubereiten. Ich geh dann erstmal wandern, mit Lernen kann ich auch am Donnerstag anfangen.
Außerdem versuche ich grade, mein Fitnessprogramm wieder einigermaßen ins Laufen zu bringen, was sich aber wegen der Temperatur- und Lichtverhältnisse nicht einfach gestaltet. Halb vier wird´s jetzt ernsthaft dunkel und dazu ist es wirklich kalt. Gestern bin ich meine 9 km um den See gerannt, heute hab ich mich für den Mittagsschlaf entschieden.

Gestern war ich natürlich auch zur Orchesterprobe. Da hatten wir plötzlich Tschaikowskys 5. auf dem Pult liegen...na hoppla, letzte Woche waren es doch nur ein harmloses Weihnachts-Medley, ein bisschen chinesisches Gedudel und ein paar Reißer aus Turandot und La Traviata. Und jetzt eine Sinfonie? Naja, nur der erste Satz... komisch, aber wenigstens eine kleine Herausforderung in dem Programm. Da die Probendisziplin etwas zu wünschen übrig lässt, waren wir gerade in den Streichern nur sehr schwach besetzt (das Blech war gut vertreten... oh oh). Auf jeden Fall ein interessantes Klang-Erlebnis.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Jazz Festival III

God eftermiddag:-)
Gestern ging das Programm im Folkets Hus schon 13:00 mit Erika Stucky (einer Sängerin) los. War ganz interessant, was sie alles mit ihrer Stimme anstellen konnte, noch interessanter war allerdings der Tubist, der sie begleitete und auch ein Solo präsentiert hat. Irgendwie hat er gleichzeitig in die Tuba gesungen und gespielt und währenddessen noch irgendwelche Rhythmen auf das Metall geklopft. Danach dann großes Aufsehen um ein Chorprogramm mit ein paar Streichern neben den obligatorischen Bläsern - das war nicht so der Reißer. Ein paar nette Sachen waren dabei, aber der Großteil war langweilig.

Ich hab dann meine Amis im Hotel abgeholt, in die "Künstlerloge" gebracht (dieses ganze Bachstage-Vokabular klingt auch immer toller als es in Wirklichkeit ist) und beim Soundcheck zugehört; später mal auf die beiden Saxofone aufgepasst, mich mit um die Essens-Bestellung gekümmert...naja, mein Zuständigkeitsbereich als Volontär;-) Vorm Konzert hab ich mich sehr nett mit dem Gitarristen unterhalten. Studiengebühren in den USA, Schweden und Deutschland, die Gesundheitssysteme... und er war sogar interessiert daran, was ein Biochemiker so treibt. Wenige Minuten vor dem Auftritt fragt mich der Drummer, wann sie eigentlich spielen. Um sieben. Wie lange ist das noch? Noch 7 Minuten. Aha. Und ganz ähnlich war es auch, kurz bevor sie auf die Bühne sind: Was spielen wir jetzt eigentlich zuerst?
Hm, ich hab die ja gestern schon für die Probe gelobt, aber beim eigentlichen Auftritt hab ich dann gemerkt, dass es da wirklich nur um die Abläufe ging. Grade bei ihren Soli haben sie gestern Abend richtig losgelegt und es kam auch super an. Ich hatte die äußerst wichtige Aufgabe, am Ende Blumen zu übereichen - die erste Chance hab ich gleich mal verpeilt, weil ich nicht wusste, ob das nun wirklich das letzte Stück war. Aber zum Glück haben sie noch eine Zugabe gegeben, sodass ich danach gleich auf die Bühne hechten konnte;-)
Jep, wir haben noch zusammen gegessen, wobei ich dann zu hören bekam, was alles schief gegangen war - so viele "Sorrys", eigentlich hat sicher jeder bei jedem entschuldigt. Dazu das Jazz-Fachvokabular und heftige Diskussionen, wer an der Stelle hätte spielen müssen, Drummer-Geklopfe auf dem Tisch und angesungene Melodien. Der Drummer muss eine Weile lang mal gar keine Ahnung gehabt haben, wo die anderen waren. Ja, das war der Anfang der Tour - heute spielen sie in Coesfeld. Muss ich mich schämen, wenn ich diese deutsche Stadt nicht kenne...? Ich bin dann aufgebrochen, um noch ein bisschen was anderes zu hören. Nicht aber, ohne vorher nochmal die Abholzeit am Hotel bekannt zu geben und an die Zeitumstellung zu erinnern. Die waren auch alle ganz lieb, haben sich nochmal bei mir bedankt und ich mich bei ihnen. War schon cool mit den Leuten, am Anfang noch so unnahbare Künstler, aber innerhalb der kurzen Zeit habe ich doch ein persönliches Bild von jedem bekommen und wir konnten uns ganz normal miteinander unterhalten.
Ich hab mir noch eine Kontrabassistin und eine Pianistin angehört, die mir eindeutig zu modern waren. Die hat z.B. mit ihrem Bogen im f-Loch rumgestochert, um irgendwelche Geräusche zu erzeugen. Besser war das Christian Scott Quintett, der Abschluss in der großen Konzerthalle. Ein sehr guter Trompeter. Danach war ich aber echt kaputt und - Freude über Freude - bin mal wieder im regnerisch-stürmischen Wetter nach Hause geradelt.

Ich hab noch ein paar Fotos und ein Trompeter-Video zum bestehenden Album hinzugefügt.

Jazz Festival

Heute Abend findet noch ein abschließendes Pizza-Essen der Volontäre statt und auch danach spielen noch 2 Bands. Mal sehen, ob man das anhören kann...

Samstag, 25. Oktober 2008

Jazz Festival II

Am Donnerstagabend habe ich mir noch 2 Bands angehört. Monkz Casino aus Deutschland waren total klasse, die hatten einen Spaß auf der Bühne! Danach kamen die 3 Finnen (+ 1 Deutscher + 1 Schwede) und das war eine ziemliche Anfechtung. Viele Leute sind gegangen und am Ende war´s ganz schön leer im Publikum. Einfach zu modern und experimentell.
Gestern sind auch die anderen 4 Amerikaner angekommen, die mit M.M. spielen. Soweit ich das einschätzen kann, seeeehr amerikanisch - schaut euch die Bilder an. Und nicht so angenehm entspannt und natürlich wie M.M., sondern mit viel show-off. Nun ja, zwei hatten ihren Flieger verpasst und waren noch gar nicht lange da, bei einem war das Gepäck nicht da, hungrig und müde waren sie anscheinend auch, trotzdem 4 Stunden Probe. Das war das erste Mal, dass sie in dieser Formation zusammen gespielt haben und es war toll! Während der letzten Stunde war die Probe öffentlich und einige Schüler, aber auch "normale Menschen" haben mit zugehört. Dann ging´s zurück zum Hotel und um Folkets Hus, wo sich am Buffett noch ein paar Reste auftreiben ließen. Wir haben noch zusammen gegessen, ich hab mich um die fehlenden Zugangspässe gekümmert und sie dann ihrem Schicksal überlassen, weil ich mir auch noch ein bisschen was anhören wollte.
Joshua Redman (Sax) in der größten Konzerthalle - einfach nur Wahnsinn, ein total weicher Ton, die Bewegung mit der Musik, der tolle Bassist...
Und durch Zufall hab ich noch eine Band namens "Jacob Fred Jazz Odyssey" gehört. Von der Beschreibung her wär ich da eigentlich nicht hingegangen, aber die waren ja sooo klasse. Hätte nie gedacht, was man aus der Kombination Klavier-Bassgitarre-Schlagzeug rausholen kann, wirklich beeindruckend und total mitreißend.
Achtung, diesmal sind auch Videos dabei!

Umeå Jazz Festival


So, heute um 19:00 sind M.M. und seine Leute in der größten Konzerthalle dran und außerdem gibt es auch wieder vieles, wo ich mal reinhören will.

Ich habe gestern ein Überlebens-Päckchen von meiner Oma bekommen *freu*. Alles, was man so braucht - Schokolade, Tütensuppen, kandierten Ingwer, Tee... eine Teelieferung hatte ich letzte Woche auch schon von meinen Eltern bekommen:-) Hier gibt´s nämlich fast nur Schwarztee.

Ha en trevlig helg, jag vill berätta mer om jazz festivalen i morgon!

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Umeå Jazz Festival

Und hier präsentiere ich des Rätsels Lösung:
Während des Jazz Festivals bin ich ein freiwilliger Helfer, genauer gesagt ein artist host. Ich kümmere mich um M.M. und seine Band. Meine erste Aufgabe bestand heute darin, M.M. zusammen mit der Fahrerin vom Flughafen abzuholen. Der Flughafen in Umeå hat schon was - nur 10 Minuten vom Zentrum entfernt, sehr überschaubar, als Abholender wartet man direkt neben dem Gepäckband. Ich habe "meinen Künstler" auch gleich erkannt, ihn begrüßt und mich vorgestellt. Er war sichtlich erleichtert, nach der langen Reise von NYC aus endlich angekommen zu sein. Und er hatte ein sehr beeindruckendes künstlerhaftes Auftreten, allerdings nicht unangenehm. Total entspannt, gelassen und routiniert (naja, er macht das ja auch schon seit 50 Jahren). Nebenbei habe ich auch versucht, mich um die drei Finnen eines anderen artist hosts zu kümmern, der nicht mit zum Flughafen kommen konnte. Darauf war ich allerdings schlecht vorbereitet, musste die Hauptperson erstmal nach ihrem Namen fragen;-) Es ging zum Hotel und da wurde es ganz schön viel: die Finnen wollten wissen, wann sie Soundcheck haben; M.M. wollte wissen, ob und wo und wie er CDs verkaufen kann, die Finnen wollten lunch, und zwar "as soon as possible". Okay, erstmal vertröstet, ich kümmer mich und melde mich. Zur Jazz-Info im Folkets Hus gegangen (dem Schauplatz des Festivals), Erkundigungen unternommen, zurück ins direkt gegenüber liegende Hotel, Nachrichten hinterlassen und telefoniert. Aber das war´s dann auch schon für heute!
Morgen kommt der Rest von M.Ms Gruppe an. Leider kann ich die nicht mit abholen, weil wir da in der Uni 5 Stunden lang unsere dämlichen Artikel auswerten. Aber abends proben sie 4 Stunden, die letzte Stunde öffentlich. Und am Samstag ist Soundcheck und Konzert. Als Freiwilliger darf man kostenfrei in alle Konzerte des Festivals gehen und bekommt ein T-Shirt. Ich werd´s so gut wie möglich ausnutzen und mich heute Abend schonmal auf den Weg machen (da sind auch die Finnen dran, aber ihr artist host hat sie jetzt unter Kontrolle;-). Links nochmal mein Outfit nachgestellt.

Rückzu hatte ich dann einen Platten. Super, drei Kilometer geschoben und - soviel zum Thema "freier Nachmittag" - dann geflickt. Ein erster Einblick in das Innenleben meines Hinterrads. Der Schlauch war in Ventilnähe fast verknotet (liegt das daran, dass ich 27-Zoll-Räder hab?) und sogar schon zwei mal geflickt. Naja, kann man auch noch einen dritten Flicken hinzufügen. Der Mantel ist auch schon in einem späten Auflösungsstadium begriffen. Da wundert´s mich fast, dass ich 2 Monate ohne Probleme über die Runden gekommen bin. Ich glaub, jetzt ist kein Knoten mehr im Schlauch. Mal sehn, ob noch genug Luft drauf ist, wenn ich dann wieder runter in die Stadt will.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Ausschnitt aus dem schwedischen Alltag

Montag.
- Beginn des letzten Experiments in diesem Kurs, Co-Immunopräzipitation
- Mietvertrag bis Juni verlängert (was ich letzte Woche verbrummt hatte)
- Article Assignment bzw. Guest Commentary ausgedruckt - das ist eine Art Artikel über ein bestimmtes Thema aus einem Review, welches wir vertiefen sollten. Ehrlich gesagt weiß ich bis heute nicht, was wir genau tun sollten, habe allerdings ziemlich viel Zeit damit verbracht, irgendwas in halbwegs brauchbarem Englisch zu schreiben.
- 3-min-Nudeln mit Falukorv (Wurst) und Käse zu Mittag.
- Protokoll für Experiment 2 beendet und an die entsprechende Person gemailt
- im Labor mit einer Iranerin, zwei Chinesen und zwei Deutschen Mau-Mau gespielt, während man verzweifelt nach einer funktionierenden Spannungsquelle für den Western Blot suchte
- dummerweise erst halb fünf zu Hause gewesen, die Wäsche musste an dem Tag aber unbedingt sein
- wegen Zeitmangels nicht das ganze Trockenprogramm geschafft, ganzes Bad mit halbtrockenen Klamotten zugehängt
- im Orchester Weihnachtsprogramm begonnen
- Heimfahrt im stürmisch regnerischen Unwetter, um auch noch die letzten trockenen Sachen zu durchfeuchten

Dienstag.
- Experiment fortgesetzt
- Spaghetti mit Spinat und Mozarella
- verschiedenste Kartenspiele, um die 2 h Inkubation mit dem sekundären Antikörper totzschlagen
- abschließende Großreinigung im Labor
- Ergebnis des Experiments: NICHTS
- Einkaufen bei ICA
- Einleitung & Material und Methoden für Experiment 5
- Recherchen im Internet

Mittwoch.
- keine Uni:-) (wir haben aus 4 halben Tagen zwei ganze gemacht)
- Internet & Telefon
- wichtige Erledigungen "downtown"
- 4 Fragen zu einem Paper über tRNA-Modifikationen beantwortet, das Paper vorher natürlich gelesen und mehr oder weniger verstanden
- später Treffen mit Judith und Cecilia in "Schmäck", einem tollen Café. Dort hab ich eine total leckere Schokoladenkugel gegessen. Chokladbullar sind ja eine schwedische Spezialität, meiner Erfahrung nach aus Haferflocken, viel Butter und Kakao zubereitet, aber dieses Exemplar war besonders toll und hatte noch extra große Schokostücken innen
- mit Judith nach Winterschuhen geschaut - die Grundsatzfrage: wasserdichte klobige Wanderschuhe mit Profil oder einigermaßen ansehnliche Stiefel???
- Vardagsmässa und Chor in der Kirche. David hat uns heute einzeln vorsingen lassen. Ich bin bis zum kleinen d gekommen und oben hab ich irgendwo rumgekrächzt und ihm dann zu verstehen gegeben, dass ich das meiner Umwelt nur bis c´´ zumuten kann;-)

Und morgen werde ich das Geheimnis um das Umeå Jazz Festival lüften!

Sonntag, 19. Oktober 2008

Luleå und Piteå

Mit Temperaturen um den Gefrierpunkt hatte ich ein kaltes, aber sonniges Wochenende. Schon am Samstagmorgen war ich froh, nicht mit dem Rad unterwegs zu sein, weil es mich dann schon in der ersten Kurve hingelegt hätte. Aber mit dem Bus gab´s keine Probleme und wir haben die 5 Stunden Fahrt einwandfrei in der ersten Reihe im Doppeldecker hinter uns gebracht.
In Luleå angekommen, haben wir uns einen Stadtplan besorgt und sind ein bisschen am Wasser entlang gelaufen. Das ist dort eigentlich überall. Und die Stadt selbst ist...naja, recht übersichtlich. Es gibt schon so etwas wie ein Zentrum und dort sind auch erstaunlich viele Geschäfte, aber ansonsten ist dort nicht viel mehr. Wir haben die große Kirche im Zentrum besichtigt, sind dann zufällig noch an einer interessanten katholischen Kirchenkonstruktion vorbeigekommen und zuletzt - geplant - an noch einer protestantischen Kirche, wo wir auch die Ankündigung für das abendliche Konzert eines Frauenchors gefunden haben. Also erstmal zur Jugendherberge, über Handy den Pincode bekommen, Schlüssel steckte an der Zimmertür. Die Herberge war total schön und sauber und der Herbergsvater hatte ein Riesen-Vertrauen in uns. Da wir ja abends weg waren, mussten wir erst am nächsten Morgen bezahlen und wäre er da nicht da gewesen, hätten wir das Geld einfach im Zimmer liegen lassen können...
Dieses Konzert war ganz nett. Der "Chor" bestand aus 7 Frauen und wenn man bedenkt, was sie für ein schweres und langes Programm hatten, war die Darbietung schon sehr gut. Schubert und Brahms waren auch dabei, also deutsche Texte von Schwedinnen gesungen!
Wieder zurück haben wir was gekocht und einen schlechten Film angerissen. Später kam dann noch ein anderer Gast in der Küche vorbei und es stellte sich heraus, dass er ein deutscher Zahnarzt ist, der in den letzten 6 Jahren in Schweden und Norwegen gearbeitet hat. Die Themen mit diesem Menschen waren sehr breitgefächert: Norwegen, Familienpolitik, Finanzkrise, schwarze Löcher, Teichenbeschleuniger, DDR, Kirche, deutsches Bildungssystem und und und...dafür aber auch recht oberflächlich;-)

Am nächten Morgen war alles dick mit Rauhreif bedeckt und wir sind das Stückchen nach Piteå gefahren. Nun ja, Piteå ist noch übersichtlicher als Luleå, eben ein nettes kleines Städtchen, in dem es aber nach höchstens einer Stunde im Zentrum nicht mehr viel zu sehen gibt. Die Kälte hat uns dann erstmal in ein tolles Café getrieben, wo wir heiße Schokolade mit einer Zimtschnecke genossen haben...mhm. Gleichzeitig haben wir den weiteren Plan ausgearbeitet und der hieß: 6 km zu so einer alten Kirche mit "kyrkostad" (also Kirchenstadt) laufen. Auf den Wegen, die in ein paar Monaten Skiloipen sein werden, ging es durch ein Wäldchen, wo man tiefgefrorene Blaubeeren naschen konnte;-) An der Kirche angekommen, haben wir festgestellt, dass da heute unser Frauenchor von gestern singen würde. Und die alten schwedischen Holzhäuschen drumherum waren total schön! Dummerweise fahren in Piteå sonntags nur sehr, sehr wenige Busse, sodass wir dann den Rückweg zu Fuß antreten mussten, obwohl uns beiden nicht mehr nach Laufen zumute war. Noch dazu wurde die Zeit aus unerklärlichen Gründen recht knapp und wir haben eine ziemlich lange Strecke im Stechschritt zurückgelegt. Zum Glück haben wir unseren Bus nach Umeå bekommen; der nächste wäre nämlich erst 4 Stunden später gegangen.

Endlich wieder richtige Fotos!
Luleå und Piteå

Als ich dann vom Bus nach Hause lief, überholten mich auf dem Fuß- und Radweg ein Krankenwagen und ein Polizeiauto. Auf der Fußgängerbrücke, die nach Ålidhem führt, war eine junge Frau über das Geländer geklettert und wollte springen. Die Freundin (oder wer auch immer) umklammerte sie von hinten und redete auf sie ein; unter der Brücke auch schon ein Polizeiauto. Schaulustige gab´s schon genug; ich bin weiter gegangen. Aber ich hoffe wirklich, dass sie sich überzeugen lassen hat und nicht gesprungen ist...

Na gut, auf in die neue Woche, muss mir noch die Anleitung für unser letztes Experiment in diesem Kurs anschauen.
Hej då och ha en trevlig vecka!

Freitag, 17. Oktober 2008

Und wieder unterwegs nach Norden

Ich will die letzten Gelegenheiten ergreifen, ehe es hier richtig dunkel wird. Deshalb fahre ich jetzt am Wochenende zusammen mit Susann, einer Deutschen aus meinem Kurs, nach Luleå und Piteå. Zur Erweiterung des geografischen Grundwissens hier eine Karte (um Piteå zu sehen, müsst ihr ranzoomen, das ist nicht die größte Stadt):


Größere Kartenansicht

Morgen früh geht´s mit dem Bus los; 4 Stunden werde wir bis Luleå unterwegs sein. Mal sehen, was es dort anzuschauen gibt. Wir übernachten ganz herkömmlich in der Jugendherberge (für Couchsurfing-Verabredungen waren wir etwas spät dran) und am Sonntag schauen wir uns das etwas weiter südlich liegende Piteå an. Nun ja, die Jahreszeit für den Besuch der beiden Städte ist wirklich nicht ideal. Dort gibt es nämlich viele, viele Schären und im Sommer (also eigentlich nur im Juli) fahren auch Boote zwischen den einzelnen Inselchen. Tja, im Sommer...aber wir werden uns beschäftigen und ich hoffe, dass ich dann endlich mal wieder ein paar ordentliche Fotos präsentieren kann (nicht nur Agarplatten...)!

Einen Großteil der vergangenen Woche habe ich hinter meinem Laptop verbracht, weil ich mir bei dem derzeitigen Arbeitspensum das Wochenende irgendwie freischaufeln musste. Jetzt ist fast alles fertig und zur Not muss ich Sonntagnacht noch was am Protokoll für Experiment 2 machen. Aber vielleicht kann ich mich ja auch heute noch motivieren:-) Hab dummerweise auch grade noch Putzwoche, mal sehn, ob ich die Grundreinigung Sonntagabend dann noch über die Bühne bringe. Hoffe, dass meine Mitbewohner die Küche übers Wochenende nicht komplett einsauen.
Gestern hatten wir wieder ein Sprachtandem-Treffen. Glücklicherweise bei mir, draußen hat es nämlich wie blöd geschüttet. Da gab´s dann selbst fabrizierte Pizza und wie immer Unterhaltungen auf Schwedisch und Deutsch. Nächste Woche treffen wir uns "downtown" zur Fika. Und sonst? 4°C haben wir hier tagsüber, aber ich habe mich schon längst damit abgefunden. Mich wundert´s ja, dass es außer an unserem Wochenende in Kiruna noch keinen Schnee gab. Aber davon werde ich sicher noch mehr als genug sehen.

Dienstag, 14. Oktober 2008

Die Super Yeast schlägt zurück

So, gestern gab´s die Auflösung zum Thema "Super Yeast" - so eine Vielfalt auf unseren Platten! Weiße, rote und gelbe Kolonien, dazu noch ein ganz erbärmlicher Gestank...ups.
Wir mussten aber eh picken und hoffen, dass wir jetzt die richtigen Kolonien ausgewählt haben.

Was treib ich sonst noch so? Ich schreibe Protokolle und ein article assignment und versuche mich in die "genetic problems" zur Hefegenetik hineinzudenken. Langsam merkt man, dass der Kurs aufs Ende zugeht. Am 5.11. schreiben wir die Prüfung. Nun ja, passt schon, da die Planungsverantwortlichen hier so nett sind und auch eine Woche fürs Lernen einplanen. Nicht wie in Deutschland, wo man Montagnachmittag noch eine Vorlesung hört, die Dienstagvormittag in der Klausur mit abgefragt wird.
Hm, außerdem bin ich mit meinem ersten schwedischen Buch "Flyga drake" (zu deutsch: "Drachenläufer") bald durch und es ist gerade total spannend. *Grins* ich hab auf schwedisch gemerkt, dass es spannend ist! Lesen geht echt gut unterdessen.
Und ich lerne kochen. Sehr gewöhnungsbedürftig, das ganze Planen und ständige Einkaufen, aber was bleibt einem anderes übrig? Vor allem lerne ich "Schnell-Kochen", d.h. ich kann jetzt schon in 10 min was Essbares für den nächsten Tag zusammenrühren. Einmal musst ich mir von meinen Kommilitonen dann auch anhören: "äh Judith, Nudeln und Avocado...?"

Und ab nächste Woche Mittwoch wird hier das 40. "Umeå Jazz Festival" statt finden.Von meinem äußerst klugen Schachzug diesbezüglich werde ich berichten, wenn es soweit ist:-)
Spannung muss sein!

Sonntag, 12. Oktober 2008

Höstkonsert

Nun, der Plan für diesen Sonntag ging auf - erst hab ich im Gottesdienst gespielt und gesungen, wobei ich den Ablauf betreffend ziemlich verpeilt war, aber hallo, ich versteh ja auch nix:-) Großes Trara mit festlichem Einzug, Ålidhemskyrkan feiert 35-jähriges Bestehen, Tacksagelsedag...was auch immer. Letzteres hätte ich mit "Erntedank" übersetzt, irgendwie war das aber anders als bei uns. Der Gottesdienst war gerade so "in time" zu Ende (super, David hatte gesagt, der geht nur eine Stunde...) und ich bin direkt in die Stadt zur Norrlandsopera gerollt, Generalprobe. Die lief ziemlich gut und nach einem kleinen Mittagsschläfchen war ich dann auch bereit fürs Konzert. Ist schon erstaunlich, welche versteckten Ressourcen innerhalb der letzten Woche in diesem Orchester noch aktiviert wurden. Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Programm hat mir heute sogar richtig gut gefallen, der Konzertsaal war ausverkauft, ich hatte mehr Bekannte im Publikum sitzen als manchmal in Jena (wohlbemerkt ohne ausdrückliche Einladungen!), nebenher habe ich meine Bratscher besser kennen gelernt...und überhaupt, es ist schön, in diesem Orchester mitspielen zu können! Ach ja, lustig: von meinem verehrten Herrn Profi-Bratscher-Pultnachbar namens T. kannte ich es ja, dass man sich nach dem Konzert mal die Hände schüttelt und sich für gute Zusammenarbeit bedankt. Hier machen das alle in der Stimmgruppe. Könnt ihr euch dieses Händegeschüttel und die vielen "tack så mycket" bei 12 Bratschern vorstellen?

Zum krönenden Abschluss des Tages war ich mit Caro zwischen halb elf und halb zwölf noch am Nydalasee, weil seit gestern der stärkste geomagnetische Sturm des Jahres 2008 herrscht. Was das soll? Nordlichter-Gucken!!! Und wir waren tatsächlich erfolgreich...wegen doch recht ausgeprägter Bewölkung waren es keine Prachtexemplare, aber sie haben sich so komisch bewegt, dass es auf jeden Fall Nordlichter sein mussten. Wir haben uns sogar einen Grün- und Orangestich einbilden können:-) Hätte ich versucht, ein Foto machen, hättet ihr wahrscheinlich über diese graue Wolke gelacht... Schön war´s trotzdem und ich hoffe, dass hier im Laufe des Jahres auch mal noch ein paar fotogene Polarlichter auftauchen!

Samstag, 11. Oktober 2008

Musikalisches Wochenende

Das fing schon gestern mit einer Freitagabend-Probe an. Wir haben zum ersten Mal mit unserem Soloviolinisten gespielt und da der seinen Part sehr beeindruckend gestaltet hat, fand ich das Larsson´sche Violinkonzert zum ersten Mal gar nicht so übel. Dummerweise war ich sehr, sehr müde, sodass ich dem schwedischen Wortschwall von vorne schon nach einer halben Stunde nicht mehr folgen konnte und grade so die Taktzahlen für den Neustart rausfiltern konnte.

Heute ging es weiter mit der Proberei. Es ist etwas unangenehm, wenn man morgens aufwacht und schon den Regen gegen die Scheibe prasseln hört. Wohlbemerkt so spät aufwacht, dass man nur noch mit dem Fahrrad fahren kann;-) Nun ja, meine Regenhose ist ja irgendwo zwischen Frankreich und Spanien draufgegangen und ich hab mich bisher noch nicht um Ersatz gekümmert - also heute die Wechselhosen-Variante, ruft auf jeden Fall viel Mitleid hervor, wenn man vollkommen durchweicht im Auspackraum erscheint. Das ist lustig da (wir waren heute schon in der Norrlandsopera), die haben eine ganz große Sammlung von Dämpfern für das Blech und interessante Samtkästen, in die man Geigen und Bratschen hängen kann. Probe...zur Mittagspause gab´s für jeden ein gut belegtes Baguette, das ist mal Service! Und ich habe versucht, mich mit meinen zahlreichen Bratscherkollegen auf Schwedisch zu verständigen. Eva hat mich sogar gelobt, dass ich so gut spreche...äh, naja, dumm nur, dass ich von deren Unterhaltung gar nichts verstanden habe. Die Probe selbst war sehr effektiv, die Musiker hier laufen vor dem Konzert wirklich zu Höchstform auf. Vor 2 Wochen hatte ich noch meine Zweifel, aber jetzt denke ich, dass man das fast schon guten Gewissens anbieten kann:-)

Morgen ist 11 Uhr Erntedankgottesdienst, wo ich mit dem kleinen Chor singe und drei der Gemeindelieder auf der Bratsche mitspiele (hab ich an den letzten beiden Mittwochen mit David "geprobt"). 13 Uhr geht´s zur Generalprobe in die Norrlandsopera und 18 Uhr ist dort Konzert. Hoffentlich geht diese Zeitplanung auf!

Dienstag, 7. Oktober 2008

Our Super Yeast

Hehe, Ida und ich waren heute im Praktikum die einzige Gruppe, deren Hefe ordentlich gewachsen ist:-) Schon die Übernacht-Kultur war so dick, dass wir weniger davon ansetzen mussten als alle anderen. Und dann hatte sie nach 4 h ihre erwartete optische Dichte erreicht, während der Rest nochmal 1 h inkubieren musste und selbst danach nur dünne Suppe hatte! Das hat den Begriff der "Super Yeast" geprägt. Ich hoffe, dass das Zeug wirklich das ist, was es sein soll und nicht irgendwas...
Jedenfalls war das fein für uns - wir hatten das ganze Labor für uns, mussten an der Zentrifuge nicht auf die "Mitfahrer" warten, nur unsere 2 Falcons ausbalancieren, konnten uns die Pipetten der anderen mopsen, um gleichzeitig zu arbeiten und hatten alle Reagenzien immer gleich griffbereit, sodass es schön nacheinander weg ging. Ich hab keine Ahnung, wie lange die restlichen Gruppen dann noch bleiben mussten. Und wir waren auch "erst" halb fünf zu Hause!

Natürlich gab´s für uns heute trotzdem ausreichend Inkubationszeit und unterdessen sind wir ziemlich gut darauf eingestellt - Ida hatte UNO mit und Susann Skatkarten:-) So haben wir bei UNO nach einiger Verwirrung schwedische Regelabwandlungen kennen gelernt. Eigentlich dachten wir, dass wir vorher alles geklärt hätten, aber dann mussten wir im Nachhinein doch 2 Runden heraus streichen (hier darf man nämlich am Ende keine Aktionskarten legen).

Und gerade eben ist International Party. Ach wie schade, ich bin nicht dort...;-)

Montag, 6. Oktober 2008

Lagebericht

So, da bin ich mal wieder. Keine außergewöhnlichen Vorkomnisse auf 63,8° nördlicher Breite.
Letzten Mittwoch war ich wieder bei dem Mini-Chor (da bestand er nur aus 5 Leuten), den Tag der Deutschen Einheit hab ich zumindest bis mittags im Labor verbracht, abends hatten wir ein Sprachtandem-Treffen und haben bei Cecilia gemütlich "Das Leben der Anderen" geschaut.
Und wie schon abzusehen war, hab ich mein Wochenende dann mal ein bisschen der Uni gewidmet. Ein bisschen. Wobei am Samstag natürlich trotzdem noch Zeit für die fast schon obligatorische Wochenendpizza mit Nicole und Caro blieb, inklusive Foto- und Filmschau. Oh ja, und ich war bei ganz ekligem Nieselregen eine Stunde rennen!

Am Sonntag war ich mit Lisa im Gottesdienst, wobei da gerade Familiengottesdienst war. Da ging´s voll ab! Anscheinend war letzten Sonntag Michaelstag und da muss man natürlich den Engeln gedenken... In wie weit das was mit protestantischem Glauben zu tun hat, weiß ich nicht, vielleicht kann mir das jemand erklären? Das wurde schön groß aufbereitet - am Anfang sind mit den Kindern auch ein Engel und ein Drachen eingezogen. Susann (eine total fetzige Pfarrerin!) hat dann vom Kampf zwischen Gut und Böse berichtet...und ich hab was verstanden! Hm, vielleicht, weil´s für die Kinder formuliert war? In der Kirche bieten sie auch Simultanübersetzung mit Knopf im Ohr an, aber davon wird das mit dem Schwedisch auch nicht besser. Da versteh ich lieber die ersten drei Monate nix und kann es dann. Vielleicht. Okay, aber zurück...mitten im Gottesdienst wurde dann eine "Gebetswanderung" gemacht, wobei es verschiedene Stationen gab. Eine davon war, dass man in einem Raum nebenan mit dem Drachen kämpfen konnte:-) Alle Kinder sind sofort dorthin gestürzt und ein paar sind auch weined herausgekommen... Die schmeißen sich ganz schön ins Zeug in der Gemeinde und auch wenn nicht viele Leute kommen, ist immer was anderes los. Und ich finde es sehr schön dort, da sind viele liebe Menschen, mit denen man gut ins Gespräch kommen kann.

Und heute wieder Orchester. Als ich am 1. September zum ersten Mal zur Probe war, ging diese ja nur bis 21:00 und ich bin gerade mit dem Abendrot nach Sonnenuntergang heimgefahren. Heute hatte ich den Spaß schon auf der Hinfahrt, also 18:30. Das ist schon ein bisschen unheimlich. Ende Oktober wird es, auch wegen der Zeitumstellung, 15:30 dunkel werden...
Und Orchester war heute echt gut, weil endlich mal richtig Zack dahinter war. Warum? Wir haben am nächsten Sonntag Konzert. So haben wir heute "Förklädd Gud" zum ersten Mal mit Chor probiert und hey, wir mussten gar nicht leise spielen, wie das sonst bei Chorgeschichten immer ist. Nicht dass der Chor sooo stark wäre...aber ein schlechter Chor ist es auch nicht.
Ich bin trotzdem froh, wenn wir dann bald mal was anderes spielen. Der Lars-Erik Larsson mag ja dieses Jahr seinen 100. Geburtstag haben, aber diese Ouvertüre und das Violinkonzert sind wirklich eigenartig. Wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn er seinen 200. Geburtstag gehabt hätte;-)

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Narvik und Kiruna

So, um meinem Versprechen nachzukommen - hier kommt der Bericht über unsere "kleine" Reise.

Zugstrecke
Von Umeå bis nach Narvik sind es etwa 800 km, mit dem Zug ca. 12 Stunden. Zugfahren in Schweden ist toll. Man hat immer seinen reservierten Platz; hier im Norden kann man nicht auf dem falschen Bahnsteig landen, weil es eh immer nur einen gibt; das Umsteigen läuft gemütlich und ohne typisch deutsches Drängeln ab; in den neuen Zügen gibt es an jedem Platz Steckdosen usw. Und natürlich kann man sehr viel von der Landschaft sehen. In der Gegend um Umeå war das noch der tolle grün-gelb gefleckte Wald, der dann nach Norden hin in weniger bunten Wald und schließlich in die weite, etwas eintönige Landschaft Lapplands überging. Sehr beeindruckend: dort oben ist wirklich NICHTS. Ab und zu mal ein Strommast und alle 30-60 min hält der Zug in einem kleinen Kaff, aber sonst nur Gestrüpp ohne Blätter (vermittelt schon richtiges November-Feeling), braunes Gras und Seen. Aber in dieser Öde hatten wir tatsächlich das Glück, Rentiere und Elche zu sehen!
Nach Kiruna wird es dann aber richtig spannend - plötzlich tauchen Berge auf und die Zugstrecke verläuft kilometerlang an einem sehr großen See. Wir hatten auch noch das unheimlich Glück, dass der bisher wolkenverhangene Himmel aufriss und wir diese atemberaubende Landschaft in wunderschönem Abendlicht erleben konnten. Das hatte zur Folge, dass wir ab Kiruna praktisch nur noch an der Fenstern hingen und versuchten, diese Eindrücke fotografisch festzuhalten. Wir hatten den ganzen Wagen für uns und sind wie kleine Kinder von einer Seite auf die andere gesprungen, auf die Sitze geklettert...total lustig. Mit der höchsten Stelle erreicht man dann Norwegen, wo sich die Landschaft schlagartig ändert. Ein tiefes Tal tut sich auf und der Zug schlängelt sich an steilen Felswänden entlang. Und das beste: im ersten Teil des Tales fließt noch ein Fluss, dann aber führt die Strecke hoch über einem Fjord entlang. Diese Blicke waren wirklich atemberaubend. Sehr schnell geht es bergab (ich habe noch nie so einen Neigungswinkel im Zug erlebt, der musste richtig heftig bremsen!) und es ist nicht mehr weit bis Narvik.

Jimmy
In Narvik wurden wir von Jimmy abgeholt. Jimmy habe ich über Couch Surfing kennen gelernt. Für diejenigen, die davon noch nichts gehört haben: Couch Surfing ist eie Internetplattform, wo man als Mitglied nach Leuten suchen kann, die in ihrer Wohnung eine Couch übrig haben und diese Reisenden zur Verfügung stellen. Die Bedingungen können ganz unterschiedlich sein (Anzahl der Reisenden, Dauer des Aufenthalts, Verpflegung, ...) und wir hatten mit Jimmy sehr viel Glück. Jimmy ist 45 Jahre alt, im Versicherungsbereich tätig und Globetrotter. Er hat schon wahnsinnig viele Länder bereist und diesen Mittwoch ging es für ihn nach Aserbaidschan, Georgien und Armenien. Was ihn allerdings nicht daran gehindert hat, unser Gastgeber zu sein! Abends wurden wir noch mit Eis bewirtet, haben schön erzählt (seinen Reiseerzählungen könnte man ewig zuhören...), dann super auf der Couch geschlafen, am nächsten Morgen schönes Frühstück gemacht. An diesem Tag hat es dummerweise wie aus Eimern gegossen, aber trotzdem hat Jimmy uns mit dem Auto durch die tolle Fjordlandschaft um Narvik gefahren. Dort war es auch so schön, dass uns der Regen gar nicht gestört hat (ihn schon). Dann hat er uns in Narvik auch noch den besten Aussichtspunkt gezeigt. Nach dem Ausflug gab´s Pizza und dann sind Steffi und ich nochmal alleine losgezogen. Als wir eine Skipiste hochgeklettert waren, hatten wir noch mal einen schönen Blick über die (allerdings recht graue) Stadt. Und abends nochmal spannende Reisegeschichten sowie interessante Insider-Infos zu Norwegen... schonmal drüber nachgedacht, wie das ist, wenn man während der Polarnacht 2 Uhr aufwacht und nicht weiß, ob Tag oder Nacht ist? Oder schonmal überlegt, dass Norwegen (und erst recht Umeå) auf der Länge von Polen liegt und in dem Sinne gar nicht zu Westeuropa gehören kann? Bei Jimmy war´s jedenfalls super und ich bin nach dieser tollen Erfahrung sehr überzeugt vom Couch Surfing-Konzept. Früh hat er sich vor der Arbeit verabschiedet und von uns noch Halloren-Kugeln bekommen. Wir hatten dann sogar den Schlüssel und konnten bis zur Abfahrt des Zuges noch dort bleiben.

Mit dem Zug ging es dann diese tolle Strecke zurück. Das, was bei der Hinfahrt schon in der Dämmerung verschwunden war, konnten wir nun richtig gut sehen. Und auch diesmal wurde das Wetter gerade rechtzeitig besser!

Kiruna
Mit einer Fläche halb so groß wie die Schweiz ist Kiruna die größte Stadt der Welt. Dass hier Eisenerz abgebaut wird, kann man nicht übersehen. Nur wegen des Erzes existiert Kiruna überhaupt und nur wegen des Erzes gibt es Narvik und die Zugstrecke zwischen den beiden Städten. Was einen aber ziemlich ins Grübeln bringt - die Stadt muss innerhalb der nächsten Jahre umziehen. Vor hundert Jahren, als es mit dem Erzabbau richtig losging, hat man das oberirdisch getan; das ging auch 60 Jahre lang. Dann wurde gegraben und unterdessen sind sie 1 km unter der Erde! Bisher wurden mehr als 1 Mrd Tonnen Eisenerz abgebaut. Dort, wo abgebaut wird, kann allerdings nur mit losem Schutt aufgefüllt werden, was sehr instabil ist. Folge: die oberen Regionen rutschen nach. Dummerweise liegt der Erzgang so, dass man in Richtung der Stadt weitergraben muss, sodass dieses Nachrutschen bald auch die Eisenbahn, die Hauptverkehrsstraße und das Zentrum betreffen wird. Schon jetzt soll es Spalten in der Erdoberfläche geben, in denen ganze Busse verschwinden könnten, manche Gebiete haben sich schon um 40 Meter gesenkt! Nun ja, die Pläne für den Umzug stehen und besondere Gebäude wie die Kirche oder das Stadhuset sollen dabei irgendwie im Ganzen transportiert werden...
In Kiruna waren wir in einem Hostel, was nicht annäherungsweise an die tolle Unterkunft bei Jimmy gerangekommen ist. Auch hier sind wir wieder auf einen (sehr steilen) Skihügel geklettert, um einen guten Blick auf die "Stadt" (also auch auf die nächsten 100 km Land) haben zu können. Eine Sonderausstellng zu Kirunas Umzug sowie ein kleines Museum über die Sami waren das Programm für den nächsten Tag, ehe wir die Heimreise antreten sollten.

Dummerweise hatte der Zug eine Stunde Verspätung. Aber das war alles kein Problem, alle Anschlusszüge haben gewartet (alles andere wäre bei der "Fahrdichte" hier auch unmöglich) und in Vännäs hab ich Steffi verabschiedet, die mit dem Nachtzug bis Uppsala reisen solte (und leider erst in Stockholm aufgewacht ist...hehe). Jetzt sitz ich bei grässlichem Wetter in Umeå und versuche krampfhaft, mir das nächste Wochenende für die Aufarbeitung des Uni-Krams freizuhalten. Das gestaltet sich aber gar nicht so einfach...

Ich hoffe, ihr habt meine Landschaftsbilder noch nicht satt...hier kommen sie wieder in geballter Ladung und das ist nur eine Auswahl! Wenn´s vorne verschwommen ist, ist das nur ein Zeichen von Geschwindigkeit;-)

mit dem Zug nach Narvik und Kiruna

Zurück

Nach einer wunderbaren Reise bin ich wieder in Umeå angekommen.
Wir sind quer durch das einsame Lappland gefahren, haben Rentiere und ganz aus der Ferne sogar Elche gesehen, sind zwischen Kiruna und Narvik durch eine Landschaft gefahren, die einem den Atem stocken ließ und die wir beide nie in Schweden erwartet hätten, wir waren inmitten der norwegischen Fjordlandschaft, sind Skipisten hoch-und runtergekraxeltund haben die größte Stadt der Welt besucht...
Es war einfach unglaublich schön.
Hier nur ein Vorgeschmack, ausführliche Berichte und unzählige Bilder werden folgen!

Samstag, 27. September 2008

Wir sind unterwegs

Morgen werden wir uns in aller Frühe auf den Weg nach Narvik machen, wo wir dann nach 12 Stunden Zugfahrt quer durch Lappland hoffentlich auch ankommen. Ich freue mich schon die ganze Woche drauf - die Herbstfarben sind schon hier in der Stadt unglaublich schön und ich hoffe, dass sich auch morgen aus dem Zug heraus einige tolle Eindrücke bieten werden. Ganz abgesehen davon soll ja die Zugstrecke zwischen Kiruna und Narvik eine der schönsten sein, die es überhaupt gibt:-) Na Papa, wirst du da neidisch?
Am Sonntag bleiben wir in Narvik und am Montag fahren wir nach Kiruna, wo wir uns auch nochmal die Stadt anschauen und übernachten wollen. Und am Dienstagmittag geht die Reise zurück nach Umeå, wobei sich Steffis und mein Weg in Vännäs (eine halbe Stunde von Umeå entfernt) trennen werden - sie fährt mit dem Nachtzug weiter nach Hedemora, wo sie ihre Freundin von unseren Schüleraustauschen damals noch für 2 Tage besuchen will.

Nun, irgendwie ist es nach einem netten WG-Abend (mit nur 3 anderen aus der WG, aber dafür mit deutscher "Aufstockung") jetzt recht spät geworden. Super, bleiben noch 4 Stunden zum Schlafen....uuuuäääh. Aber Erzählen bei Blaubeerkuchen, Vanilleeis und Cider war einfach zu schön...

Na dann, bis nächste Woche!

Donnerstag, 25. September 2008

Hallo zusammen!

Dieser Eintrag ist etwas besonderes. Nein, nicht weil er von großartiger Sprache geprägt ist, sondern weil nicht Judith ihn verfasst hat =) Heute darf ich, Steffi, mich einmal ans Werk machen.
Ich bin nun seit Samstagmorgen in Umeå und ich muss sagen: es ist sooooo schön!
Umeå ist eine hübsche Stadt umgeben von wunderschöner Natur. Und genau diese zeigt sich zur Zeit in absoluter Schönheit. Die Farbenpracht ist unglaublich. Klar, man erfreut sich in jedem Herbst an dem Wechsel der Farben, aber ich bin mir sicher, so schön ist es bei uns in Deutschland nicht. Ich kann mich gar nicht daran satt sehen.
Leider habe ich bisher in der Uni noch kein Schwedisch gelernt, sodass ich beim Hören und Lesen auf ähnliche klingende Wörter angewiesen bin, um mir die Inhalte zu erschließen. Das geht manchmal ganz gut, manchmal gar nicht. Gestern zum Beispiel haben Judith und ich einen Gottesdienst einer kleinen Kirche ganz in der Nähe besucht. Natürlich wurde dieser in schwedischer Sprache abgehalten. Eine sehr interessante Erfahrung für mich. Der Begrüßung konnte ich noch gut folgen, die ersten Lieder waren auch ok, aber die Predigt... da ging gar nichts. Aber es war deswegen keinesfalls langweilig. Ich finde die Sprachmelodie ist so toll hier und es wirkte auf mich schön beruhigend, fast meditativ. Ich konnte so richtig abschalten =) Ok, das ist nicht Sinn einer Predigt, aber war eine gute Nutzung der Umstände. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es eine Chorprobe, in der ich etwas "Sprachtraining" nehmen konnte. Es mag sicherlich fürs Lernen gut sein, dass Schwedisch dem Deutschen so ähnlich ist. Nur leider sprechen die Schweden nicht wie wir alles so aus wie es da steht. Das u ist fast immer ein ü und ein a kann so ziemlich alles zwischen dem deutsche a und einem o sein... Schwierig. Aber das Singen hat Spaß gemacht und der Chorleiter fetzt. Danach gab es noch eine kleine Andacht und gemütliches Zusammensein mit den Leuten, die noch da waren. Man, die sind ja alle so lieb! Hach, dorthin würde ich wirklich gern öfters gehen.
Heute abend gab es eine neue Möglichkeit für mich mehr Schwedisch aufzuschnappen. Cecilia, eine Schwedin, und eine Judith aus Würzburg, die hier auch ein Jahr studiert, waren zum Essen eingeladen. Die zwei sind mit Judith im Tandemprogramm und das war heute das erste richtige Treffen. Zu diesem Anlass gab es selbstgemacht Spätzle. Es war toll den dreien beim Schwedisch-Reden zuzuhören, denn in dem etwas langsameren Tempo bekomme ich zumindest mit worum es geht. Manchmal sogar noch etwas mehr. Außerdem sind die 2 Mädels sehr nett, sodass es ein schöner Abend wurde.
So, ich werde mich jetzt auch recht schnell in meinem Schlafsack einmummeln. Nachdem ich heute die zweite größere Fahrradtour mit Judiths tollem Rennrad unternommen habe, gibt es wieder eine ganze Menge Eindrücke zu verarbeiten. Es ist aber auch schön hier!
Kann nur jedem, der mit dem Gedanken spielt Judith einmal hier im Hohen Norden zu besuchen, empfehlen es auch zu tun. Es lohnt sich!

Dienstag, 23. September 2008

Fotos vom letzten WE

Hiermit reiche ich die Bilder vom letzten Wochenende nach. Steffi war so lieb und hat mir erlaubt, auch ein paar von ihr mit hochzuladen:-)
WE mit Steffi
Es ist super, Besuch zu haben - gestern Abend hat Steffi gekocht, das war dann doch sehr entspanned, als ich von der Orchesterprobe kam. Die hatte nur eine Stunde gedauert, danach war "Årsmöte", also Jahresversammlung. Erst hatte ich überlegt, ob ich mir das mit anhören soll, um es mit der Vorstandssitzung in Jena vergleichen zu können und vielleicht ein paarAnregungen zu bekommen. Aber da ich eh nicht viel verstanden hätte, bin ich dann doch lieber heim gefahren...

Außerdem haben wir gestern unsere Partner fürs Sprachtandem kennen gelernt. An der Aktion wollen eindeutig mehr Deustche als Schweden teilnehmen, sodass wir meistens 2 Deutsche pro Schwede sind. Zusammen mit einer anderen Judith werde ich mich demnächst also etwa einmal pro Woche mit Cecilia treffen, um von ihr Schwedisch zu lernen und ihr Deutsch zu verbessern. Allerdings ist dieses nach 6 Jahren Unterricht schon ziemlich perfekt! Übermorgen werden wir uns zur ersten "Lektion" treffen und dabei Käsespätzle machen...freue mich, weil die beiden echt nett sind!

In der Uni bin ich grad fast am Durchdrehen. Mein "Lieblingsassistent", der übrigens aus Ägypten kommt, treibt mich wirklich in den Wahnsinn. Lange nicht mehr so uneffizient gearbeitet. Nein, ich führ das jetzt nicht weiter aus, dann reg ich mich nur wieder auf. Und diese sinnlos-Warterei bei allerschönstem Wetter draußen...nein...wenigstens stärkt es das Gruppengefühl (alle gegen einen) und ich versteh mich von Tag zu Tag besser mit meiner sowieso schon total netten schwedischen Laborpartnerin.
Was mich heute stutzig gemacht hat - wir haben eine PCR mit ready-to-go beads gemacht, da muss man ja nur Wasser, die Primer und das Template hinzufügen. Mindestens 2 von 10 Gruppen hatten kein Produkt!?

P.S.: Es kam die Frage nach dem Rezept für die Kanelbullar (wer bitte ist L.? Lars? Linda?...) - wenn das eilig ist, einfach mal bei Chefkoch schauen. Aber ich werd´s nächste Woche nachreichen.