Sonntag, 19. April 2009

Nyckelharpa

Am Feitag habe ich mich mit Sunniva getroffen und wir haben versucht, ein Duo mit Nyckelharpa und Bratsche zu spielen. Unsere Wahl fiel auf "Der Spiegel" von Mozart (das war das einizige, was ich auf die Schnelle im Internet finden konnte). Das Stück an sich ist ja schonmal ziemlich witzig. Man steht sich gegenüber und spielt vom gleichen Notenblatt, jeder wie gewohnt von links oben nach rechts unten und daraus wird eine nettes kleines Duo mit eindeutiger erster und zweiter Stimme. Mozart mit Nyckelharpa ist noch dazu ein unschlagbares Ereignis - gerade im Mittelteil wäre niemand mehr draufgekommen, dass das Mozart sein soll. Dieses Instrument macht fast alles zu schwedischer Fiedelmusik! Es mischt sich auch ganz gut mit Bratsche, sodass man das Ergebnis guten Gewissens anhören kann. Dann kam der Teil, wo ich dazulernen muss: "richtige" schwedische Volksmusik, und zwar ein Stück namens "Pastor Pär". Erstes Problem: ich bin absoluter Blattspieler und kann keine drei Töne ohne Noten spielen, geschweige denn mich einen Tag später an eine Tonfolge von mehr als zwei Tönen erinnern. Die anderen Probleme: mach doch mal kein Vibrato und nimm die leeren Saiten! Unglaublich, wie sehr man auf die klassische Spielweise fixiert ist...aber unterdessen kann ich das Stück einigermaßen!

Sonst keine großen Vorkomnisse während des Wochenendes. Ich war ein bisschen in der Stadt, heute Vormittag in der Kirche und bin nach meinem Mittagschlaf eine Runde um den See gegangen. Und ich kann verkünden, dass der Schnee jetzt deutlich den Rückzug antritt! Ich hab das erste frei fließende Wasser im Umeälven (unserem Fluss hier) gesehen und die Eisschicht auf dem See sieht auch schon sehr bedenklich aus. Fotos...reich ich nach.

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