Donnerstag, 23. April 2009

Frustriert.

Wo war ich stehen geblieben? Ja, der Platte. Gleichzetig Beginn einer sehr wundersamen Geschichte. Gestern war Kristina so nett und hat mich mit dem Auto mit in den großen Supermarkt genommen, sodass ich je zwei neue Mäntel und Schläuche kaufen konnte. Angabe des Typen, von dem ich das Fahrrad im August gekauft habe, waren 27 Zoll und ich war schon sehr erleichtert, dass es diese exotische Größe überhaupt gab, noch dazu in der passenden Breite. Leider habe ich den Mantel dann beim besten Willen nicht auf das Rad bekommen - beim letzten Viertel war immer noch ein Stück übrig und das wurde auch nach einer halben Stunde Ausprobieren nicht besser. Also bin ich heute wieder in den großen Supermarkt gelaufen (übrigens bei sehr schönem Wetter, zum ersten Mal nur mit Fleecejacke) und habe denen erklärt, dass ich die falsche Größe gekauft habe. Alles kein Problem, ich hab die ganze Ausrüstung in der 26-Zoll-Variante mitgenommen und stand eine Stunde später noch viel ratloser vor meinem Rad, weil ich schon nach der Hälfte merkte, dass der Mantel nie und nimmer da drauf passt. Häh? 26,5 Zoll oder was??? Ich hab den alten Schlauch geflickt und den ausgefusselten Mantel wieder draufgezogen. Womit man doch nicht alles seine Zeit verbringen kann...morgen werd ich nochmal in den großen Supermarkt fahren und denen erklären, dass es ein Fehlkauf war und ich alles zurückgeben möchte. Hach.

Im Übrigen ist mir im Labor ein mittelgroßer Fehler unterlaufen - ich hatte mir die Aminosäuresequenzen meiner 10 Proteine säuberlich bei Pubmed rausgesucht und damit alle weiteren Daten wie Moleulargewicht, isoelektrischen Punkt und Extinktionskoeffizienten berechnet. Dann fiel mir auf, dass ich nach der Dialyse nur noch ein Bruchteil des Insulins hatte, was ich eigentlich hätte haben müssen. Super, bei Pubmed stehen die Sequenzen der nicht prozessierte Aminosäuren und das Insulin war so klein, dass es lustig durch die Membran in die 5 l Pufferlösung geschwommen ist... Heute musste ich mich erstmal den ganzen Tag lang hinsetzen, um auch bei den anderen Proteinen die gröbsten Fehler und Folgefehler rauszuholen. Die Protein Data Bank hat mich dabei auch fast in den Wahsinn getrieben und ich habe zum Glück "Uniprot" gefunden, wo das alles halbwegs übersichtlich ist.
Und dann ist da noch diese TA, die es auf mich abgesehen hat - die hat mich schon am ersten Tag ganz kritisch beäugt, ob ich auch nur ordentlich beschriftete Sachen in den Kühlraum stelle. Vorgestern hab ich es gewagt, meine Proben über Nacht in den falschen -80°C-Gefrierer zu stellen und dann hab ich auch noch "ihre" Magnetrührplatte benutzt. Sehr freundlich, dass sie diese dann gegen eine ausgetauscht hatte, die nicht funktionierte. Wo ist mein Wochenende? Ach nee,ich wollt ja eigentlich mit meinen neuen Reifen Fahrrad fahren...

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Feuer und Eis...
Bei so einer TA helfen nur gute Nerven oder...*devil* aber nein, wofür studiert man doch gleich dieses wundervolle Fach?

Das mit der database ist natürlich extrem unschön, kann aber passieren. Mach Dir da mal keine Vorwürfeund akzeptier es zähneknirschend. Immerhin hast Du den Fehler selbst gefunden und korrigiert. Die Peinlichkeiten sind dir also erspart geblieben.

Tief durchatmen, eine Runde laufen gehen, etwas Schoki von ihren irdischen Qualen befreien und lächeln...Etwas böse und hintersinnig, aber beständig...ich denke Du hast die besseren Nerven!

LG und HUA

L