Unglaublich-nach einer dreitägigen Reise sind wir tatsächlich in Umeå angekommen. "Wir" bedeutet in diesem Fall, dass mich Sunny, Claudi und überraschenderweise auch Diana begleitet haben. Um die Blogeinträge der nächsten Tage brauche ICH mich jedenfalls nicht kümmern. Aber um zurück auf unsere einmalige Reise zu kommen: ich war ja sowieso schon hochmotiviert, was die komplette Anreise mit dem Bus betraf und hatte dann auch die verhängnisvolle Zugverbindung herausgesucht, mit der wir mit dem WE-Ticket erstmal nach Berlin kommen wollten. Laut Plan wären wir am Samstag 20:00 dort gewesen, was ja bei Busabfahrt 21:30 locker reichen sollte. In einem unglaublich voll gestopften Zug, der auch schon Verspätung hatte, blieben wir dann allerdings in Falkenberg an der Elster stecken. Großräumiges Polizeiaufgebot. Bombenfund. Die Weiterfahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Daraus wurde dann eine Stunde und als wir den Zug endlich verlassen durften, mussten wir noch eine weitere Stunde auf den Anschlusszug warten. Sehr schlecht bei einer Pufferzeit von eineinhalb Stunden. Wir haben wie blöde mit einem Menschen vom Busunternehmen telefoniert, ob es eine Möglichkeit gibt, uns irgendwo aufzusammeln oder gar eine halbe Stunde zu warten, aber da ließ sich leider gar nichts machen, sodass wir beim Erreichen des Busbahnhofs nichtmal mehr eine Spur unseres Busses sehen konnten. Wenigstens war uns zugesichert worden, dass wir mit dem Bus 13:30 am nächsten Tag mitkommen; trotzdem waren wir jetzt etwas ratlos, wie wir die Nacht verbringen sollten. Auf dem ZOB? Wer kennt jemanden in Berlin? Den Großonkel um elf aus dem Bett klingeln? Um diese Unzeit bei irgendwelchen Gemeinden nachfragen? Ein Glück, dass mir irgendwann Hanna einfiel, die über Weihnachten und Silvester bei ihren Eltern in Zeuthen ist. Nochmal mit der S-Bahn quer durch die Stadt, dann eine unerwartet bequeme Nacht auf Matratzen statt im Bus, ein wunderbares Früstück mit frischen Brötchen und natürlich durfte ich Klein-Anton in echt kennen lernen! Nochmal ein ganz herzliches Dankeschön an Hanna, die uns schon total müde von der S-Bahn abgeholt hat und an ihre Eltern, die die Invasion von uns Vieren so locker genommen haben! So hatten wir trotz dieser doofen Bahn-Geschichte (die ja sicher mal wieder nur auf einem herrenlosen Koffer beruht hat) ein schönes Erlebnis.
Aber ansonsten ging alles glatt. Zum Glück hatten wir so viel Essen mit. Auch den schwedischen Bus ab Stockholm konnten wir ganz ohne Probleme umbuchen, sodass wir heute doch noch angekommen sind, wenn auch fast 12 Stunden später als geplant. Ach war das toll, als ich mich endlich wieder entklappen konnte!
Montag, 29. Dezember 2008
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1 Kommentar:
Juhu, endlich wieder ein Kommentar...
Einen guten Rutsch in`s neue aus JENA.
Und vielen Dank für deinen Blog!
Wir sind begeistert.
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