Samstag, 8. November 2008

International Dinner

Da ich heute erst 13:15 Uni hatte, konnte ich den Morgen für eine weitere Runde um den See nutzen. Man merkt es nun wirklich deutlich mit dem Tageslicht (siehe Tabelle an der Seite) und mich zieht es immer raus, wenn ich bei Helligkeit ein Stündchen oder so abzweigen kann. Ja klar, eigentlich hätten wir die Vormittag "for individual studies" nutzen sollen. Passend zum Kurs gibt es ein Buch, was auch reichlich viele Seiten beinhaltet und bis in 4 Wochen komplett gelesen sein muss. Der springende Punkt ist allerdings, dass ich dieses Buch noch nicht habe und auch zu faul für die Bibliothek war. Naja, morgen werde ich es von Ida abholen. Sie war so freundlich, es für mich übers Internet zu bestellen. Dort war es wesentlich günstiger, mir fehlte allerdings für die eigenhändige Bestellung die schwedische Personennummer.

Außerdem habe ich mich heute mal wieder in meiner Buddy Group sehen lassen. Was mich dazu getrieben hat? Essen! Endlich stand auch bei uns mal ein International Dinner auf dem Plan, ein Ereignis, von dem viele andere schon geschwärmt hatten. Jeder der kommt, muss etwas typisches aus seinem Heimatland mitbringen und das gibt für gewöhnlich ein echtes Festmahl. Mir fiel die Entscheidung nicht ganz leicht, zumal ich in der Gruppe nicht die einzige Deutsche bin und selbst nicht so auf Sauerkraut stehe. Letztendlich habe ich mich für kalten Hund entschieden, weil ich dachte, dass das sicher keiner der anderen macht. Nun versuch mal einer, in Schweden ganz normale Butterkekse zu finden - ein hoffnungsloser Fall. Das endete damit, dass ich versucht habe, runde Kekse einigermaßen gleichmäßig in einer rechteckigen Form zu verteilen. Und - wie blöd können den Zufälle sein? - es gab an dem Abend noch einen deutschen kalten Hund :-(
Der war auch schon geschnitten und wurde weitaus besser verspeist. Ich hab also einiges von meinem wieder mit heimgenommen, aber meine Mitbewohner Kristoffer und Sanne haben sich riesig drüber gefreut! Nun, außerdem gab es die ganzen anderen Gerichte zu probieren - Kartoffelauflauf, Bulgur, Piroggen, Reisgerichte, Elchfleisch, Königsberger Klopse und ukrainische Fleischbällchen, Ostkaka mit Himbeermarmelade und Sahne, Karotten-Grapefruit-Salat, Baguette & Camembert und anscheinend typisch schwedisch: gebratenes Blut zusammen mit Preiselbeermarmelade. Wahrscheinlich war das letzte die größte Anfechtung, aber nach dem, was ich in Taiwan so durch habe, musste ich das auch probieren... anscheinend war da Zimt drin. Es hat jedenfalls weihnachtlich geschmeckt;-)
Jep, dann war ich ziemlich voll und hatte in der Korridor-Küche noch sehr lustige Diskussionen mit Sanne & Kristoffer... es ging darum, ob man als Autofahrer einem auf der Straße stehenden Elch ausweichen soll oder - wie man es für deutsches Wild lernt - einfach weiter gradeaus fahren soll. Und wie wir darauf gekommen waren? Morgen fahre ich, zusammen mit vielen, vielen anderen Internationals, auf die Moose Farm in Bjurholm, Elche angucken!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Judith,
sieht ja echt lecker aus, euer Dinner.
Was die Elche angeht, nun ja, ich würde lieber bremsen oder ausweichen, wenn einer auf der Strasse steht. Sonst wird wohl das Auto samst Insassen ganz schön demoliert sein.
Liebe Grüße
Lysann

Anonym hat gesagt…

Moin,

stimme Lysann absolut zu. Das Essen sieht sehr lecker aus (auch wenn ich bei dem Blut vorsichtig gewesen wäre, in China hab ich mich nicht getraut...). Bei den Elchen ist Bremsen wohl wirklich die bessere Wahl, denn wenn man diesen schweren Körper erstmal von den Beinen geholt hat, sitzt er im Auto und ob das so ne gute Alternative ist....

LG
L