Mittwoch, 27. August 2008

Orientation Course

Ich bin schon ziemlich reif fürs Bett, deshalb die tiefgreifendsten Erkenntnisse des Tages in aller Kürze:
  • In Nordschweden leben 1 Mio Menschen, in ganz Schweden so viele wie auf dem Gebiet Londons
  • immer schön die Schuhe ausziehen, wenn man fremde Wohnungen betritt
  • Schweden sind süchtig nach ihrer "Fika"; einer (Kaffee)-Pause, die zwischen 10 min und 2 h dauern kann
  • Schweden kommen auf die Minute pünktlich, alles andere ist unhöflich
  • immer schön den persönlichen Mindestabstand zum Gesprächspartner einhalten (eine Armlänge)
  • Schweden und Alkohol...
  • Schweden beschweren sich immer übers Wetter (egal wie´s ist) oder übers Tageslicht (auch wenn das nicht zu ändern ist)
  • Achtung! Don´t get lost in the forest! Abhilfe: kreisförmig um einen Markierung nahe des Weges herum Beeren pflücken oder Pilze sammeln...oder...neuester Trend: GPS!
  • Achtung! Don´t get chased by a bear when being in the forest! Abhilfe: laut singen, erzählen, lachen...
  • wenn wir verrotteten Fisch ("surströmming") angeboten bekommen, sollen wir den - zur kulturellen Adaption - essen ("tastes better than it smells")
  • auf dem Geh-/Fahrradweg IMMER links laufen!
  • Woran erkennt man einen extrovertierten Schweden? Er schaut auf die Schuhe seines Gesprächspartners, nicht auf seine eigenen!
Hm, daneben gab es auch noch reichlich organisatorische Informationen. Eine Willkommensrede, Infos zum Buddy Programme, wo wir in bunt zusammengewürfelten 20er-Gruppen an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen können; Infos zu den Wohnheimzimmer, den dazugehörigen Verträgen und Einrichtungsgegenständen (mein Mop-Set fehlt!); Werbung für das riesige und ach-so-tolle Sport- und Fitnesszentrum hier (für nur 50€ im Monat...da mach ich doch lieber nen Musikschulkurs und lern Nyckelharpa spielen...) und Infos zur Bibliothek inklusive sehr beeindruckendem Rundgang. Sie bekommen hier in Umeå von jedem Buch, was in Schweden gedruckt wird eine Kopie und die werden alle nacheinander im Regal aufgereiht. Tolle Sache. Und alles total schön eingerichtet in der Uni; ich glaube, es wird mir hier gefallen.

Na gut, mal sehen, was morgen noch dazu kommt..bisher alles bestens.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Den extrovertierten Schweden find ich gut. Dabei sind die Schweden doch noch richtig offen im Gegensatz zu den Finnen, dachte ich?

Das mit den Schuhen ausziehen hätte ich dir sagen können. Meine Oma findet das in Deutschland auch nach über 50 Jahren noch ein Unding... ;)

Freu mich auf deine nächsten Berichte!

Liebe Grüße,
Birte

Anonym hat gesagt…

Hej Judith,
einige der Sachen sind mir auch neu, aber es gibt ja durchaus auch kulturelle Unterschiede zwischen nord- und südschweden (insbesondere Schonen).
Der Surströmming ist mir erspart geblieben, da es das im Süden eher weniger gibt. Mit der Pünktlichkeit, das stimmt schon, allerdings sind meiner Erfahrnung nach die Schweden nicht ganz so pünktich wie die meisten Deutschen, soll heißen: Auf die Minute kommen, ja, aber auch keine Minute eher ;)
Das mit den Bären und dem Wald klingt natürlich irgendwie gruslig...aber wenn man bedenkt, wie lange man da oben durch nen Wald gehen kann, ohne eine Straße oder Siedlung zu sehen, kann man da schon Angst davor haben, sich zu verlaufen...
Aber warum muss man auf Geh- und Radwegen links laufen?
Der Rest kommt mir absolut bekannt vor...und das mit den Schuhen ist gut ;)

lg Miriam

Anonym hat gesagt…

Hi Judith,

Klingt alles total spannend, aber ganz schön weit weg von dem daily life bei uns hier. Bären in Wäldern... An so was würd ich hier ja im Traum nich denken...
Ich hoffe, dass dir dieser/s(?) suströmming nicht auch noch anfängt zu schmecken... sonst müssen wir das wohl kosten, wenn du wieder herkommst/wir dich besuchen... ; )
Na gut, dann sei mal lieb gegrüßt.
Claudi