Donnerstag, 23. Oktober 2008

Umeå Jazz Festival

Und hier präsentiere ich des Rätsels Lösung:
Während des Jazz Festivals bin ich ein freiwilliger Helfer, genauer gesagt ein artist host. Ich kümmere mich um M.M. und seine Band. Meine erste Aufgabe bestand heute darin, M.M. zusammen mit der Fahrerin vom Flughafen abzuholen. Der Flughafen in Umeå hat schon was - nur 10 Minuten vom Zentrum entfernt, sehr überschaubar, als Abholender wartet man direkt neben dem Gepäckband. Ich habe "meinen Künstler" auch gleich erkannt, ihn begrüßt und mich vorgestellt. Er war sichtlich erleichtert, nach der langen Reise von NYC aus endlich angekommen zu sein. Und er hatte ein sehr beeindruckendes künstlerhaftes Auftreten, allerdings nicht unangenehm. Total entspannt, gelassen und routiniert (naja, er macht das ja auch schon seit 50 Jahren). Nebenbei habe ich auch versucht, mich um die drei Finnen eines anderen artist hosts zu kümmern, der nicht mit zum Flughafen kommen konnte. Darauf war ich allerdings schlecht vorbereitet, musste die Hauptperson erstmal nach ihrem Namen fragen;-) Es ging zum Hotel und da wurde es ganz schön viel: die Finnen wollten wissen, wann sie Soundcheck haben; M.M. wollte wissen, ob und wo und wie er CDs verkaufen kann, die Finnen wollten lunch, und zwar "as soon as possible". Okay, erstmal vertröstet, ich kümmer mich und melde mich. Zur Jazz-Info im Folkets Hus gegangen (dem Schauplatz des Festivals), Erkundigungen unternommen, zurück ins direkt gegenüber liegende Hotel, Nachrichten hinterlassen und telefoniert. Aber das war´s dann auch schon für heute!
Morgen kommt der Rest von M.Ms Gruppe an. Leider kann ich die nicht mit abholen, weil wir da in der Uni 5 Stunden lang unsere dämlichen Artikel auswerten. Aber abends proben sie 4 Stunden, die letzte Stunde öffentlich. Und am Samstag ist Soundcheck und Konzert. Als Freiwilliger darf man kostenfrei in alle Konzerte des Festivals gehen und bekommt ein T-Shirt. Ich werd´s so gut wie möglich ausnutzen und mich heute Abend schonmal auf den Weg machen (da sind auch die Finnen dran, aber ihr artist host hat sie jetzt unter Kontrolle;-). Links nochmal mein Outfit nachgestellt.

Rückzu hatte ich dann einen Platten. Super, drei Kilometer geschoben und - soviel zum Thema "freier Nachmittag" - dann geflickt. Ein erster Einblick in das Innenleben meines Hinterrads. Der Schlauch war in Ventilnähe fast verknotet (liegt das daran, dass ich 27-Zoll-Räder hab?) und sogar schon zwei mal geflickt. Naja, kann man auch noch einen dritten Flicken hinzufügen. Der Mantel ist auch schon in einem späten Auflösungsstadium begriffen. Da wundert´s mich fast, dass ich 2 Monate ohne Probleme über die Runden gekommen bin. Ich glaub, jetzt ist kein Knoten mehr im Schlauch. Mal sehn, ob noch genug Luft drauf ist, wenn ich dann wieder runter in die Stadt will.

4 Kommentare:

Franzi hat gesagt…

Wow, Judith...nicht schlecht. Denkt man gar nicht, dass so hoch in den Norden noch so viele Kuenstler kommen. Bin schon gespannt auf den einen oder anderen Konzertbericht?!

Liebe Gruesse

Franzi

Steffi hat gesagt…

Oh, klingt ja alles sehr aufregend. In nächster Nähe mit den Künstlern. Toll. Ich hoffe, die Konzerte sind auch richtig super.

Bin ich froh, dass der Platten nicht irgendwo an der Ostsee aufgetreten ist...

*grins* Steffi

Anonym hat gesagt…

Hej Judith,

du bist aber auch bei echt allem dabei :D

Cool finde ich übrigens die Box links mit dem Sonnenauf- und Untergang. Im Moment scheint es ja noch relativ "normal" zu sein ;)

Anonym hat gesagt…

ich will auch Jazz-Konzerte anhören!!!
menno=(